Roland Garros Wetten 2026: Märkte, Anbieter und Spielplan auf Sand
Ladevorgang...
Die French Open auf Sand in Paris sind das zweite Grand-Slam-Turnier des Tennisjahres und für Wettanbieter ein zweimal jährlich wiederkehrendes Sportereignis mit langer Historie und wenigen, aber klar abzugrenzenden Märkten. Wer auf die Ausgabe 2027 blickt, findet im deutschen Markt ein klar gezogenes Dach vor: nur Anbieter mit Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder dürfen hier Wetten auf ein Sportereignis wie die French Open annehmen, und nur diese Anbieter gewähren den Zugang zur Sperrdatei OASIS, zur Limitdatei LUGAS und zu den Schutzmechanismen, die der Glücksspielstaatsvertrag regelt. Außerhalb dieses Dachs bewegt sich, wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis spielt — und wer auf eines der großen ausländischen Schlagzeilenverfahren blickt, sieht, was diese Trennung konkret bedeutet.

Diese Übersicht sortiert, was vor und während des Turniers zählt: welche Anbieter in Deutschland erlaubt Wetten auf die French Open annehmen dürfen, wie die gängigen Märkte — Gesamtsieger, Matchsieger, Satzwette, Handicap — funktionieren und was eine Wette rechnerisch kostet, wie das Sandplatzturnier spielplanmäßig verläuft und welche Spielmechaniken die Wette beeinflussen — vom Tiebreak im Entscheidungssatz bis zur Eigenheit, dass Live-Wetten auf den nächsten Punkt hier nicht erlaubt sind.
Aktualisiert am Oktober 18, 2026; geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, Stand 2. Oktober 2026.
Verantwortung und Spielerschutz
Zwei Wochen Turnier, fünf Runden bei den Herren, sechs bei den Damen, dazu Doppel und Mixed — das ist das Programm, das eine Wettkarte während der French Open füllt. Wer dabei den Überblick über die eigenen Einsätze behält, hat schon vor dem ersten Ballwechsel die wichtigste Entscheidung getroffen. Die folgenden Regeln gelten einheitlich für jeden Anbieter, der in Deutschland eine Sportwetten-Erlaubnis hält; sie sind keine App-Funktion, sondern gesetzlicher Rahmen.
Die Altersgrenze liegt bei 18 Jahren. Wer jünger ist, gehört nicht auf die Wettseite — auch dann nicht, wenn ein Anbieter technisch keine Abfrage einbaut. Ein vollständig verifiziertes Konto, mit Vorlage eines Ausweisdokuments, ist die zweite Bedingung: ein Konto pro Anbieter, das vor der Auszahlung steht. In der Übergangsphase — solange ein Anbieter die Verifizierung noch nicht abgeschlossen hat — darf ein Konto längstens 72 Stunden aktiv bleiben, das Einzahlungslimit beträgt in dieser Phase 100 €, und Auszahlungen sind so lange nicht möglich.
Das monatliche Einzahlungslimit liegt bei 1.000 €, gezählt über alle Anbieter hinweg, und wird technisch über die Limitdatei LUGAS durchgesetzt. Ein Anbieter darf auf Antrag einen höheren Grenzwert setzen — bis zu 10.000 € monatlich bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, in Ausnahmefällen bis zu 30.000 €, allerdings für höchstens ein Prozent seiner aktiven Spieler. Eine reine Selbsterklärung reicht nicht; der Anbieter muss die Angaben belegen können. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen Bedenkzeit.
Die Sperrdatei OASIS wird bei Registrierung und Login abgefragt. Wer sich dort selbst sperrt, bestimmt die Dauer: bei benannten Fristen mindestens drei Monate, ansonsten mindestens ein Jahr. Wer ohne eigenes Zutun auf der Liste steht — etwa wegen einer Fremdsperre durch Angehörige oder durch ein Glücksspielunternehmen — kann sich an die GGL wenden, um die Sperre überprüfen zu lassen. Der Panikbutton verschiebt das Ganze noch einmal in eine kürzere Frist: ein Knopfdruck sperrt das Konto für 24 Stunden.
Ein häufig übersehener Punkt: Parallelspiel ist über die Aktivitätsdatei LUGAS ausgeschlossen. Wer versucht, das 1.000 €-Limit zu umgehen, indem er bei mehreren Anbietern gleichzeitig einzahlt, fällt durch die Kontrolle und riskiert die Schließung aller Konten. Auch Zahlungen sind eingeschränkt: erlaubt sind nur Zahlungen von einem Konto auf den eigenen Namen bei einem Institut, das dem Geldwäschegesetz unterliegt. Anonyme Mittel — Kryptowährungen, anonyme Prepaid-Karten — sind damit für legal operierende Wettanbieter ausgeschlossen. Wer in Krypto einzahlen will, ist bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis — mit allen Folgen, die das hat.
Bei Kontoschließung wird das Restguthaben binnen fünf Werktagen ohne Gebühr ausgezahlt. Das Guthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto, sodass es auch im Insolvenzfall des Anbieters dem Spieler zusteht. Diese Mechanismen greifen nur, solange der Anbieter unter deutscher Aufsicht steht; wechselt ein Spieler bewusst zu einem Anbieter ohne Erlaubnis, verliert er das Sicherheitsnetz.
Die strafrechtliche Seite bedroht das Veranstalten unerlaubter Wetten mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, das Bewerben solcher Angebote mit bis zu einem Jahr, die Teilnahme mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spieler sind in der Praxis nicht festgestellt; die Normen sind Sanktionsrahmen, keine Verfolgungsrealität. Das ändert nichts daran, dass der zivilrechtliche Weg — die Rückforderung verlorener Einsätze — im Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof eine eigene Rolle spielt, die im Abschnitt zur Rechtslage vertieft wird.
Wettmärkte und Auszahlung
Die meisten Anbieter listen dieselben Grundmärkte für die French Open, und die Unterschiede liegen weniger in der Marktpalette als in der Quotierung. Wer die Märkte versteht, versteht, warum ein und dasselbe Match bei zwei Anbietern unterschiedliche Quoten zeigt — und was diese Differenz über die Marge aussagt.
Der Gesamtsieger ist die populärste Wette und die mit der längsten Vorlaufzeit: Buchmacher bieten sie schon Wochen vor Turnierbeginn an, oft mit Dutzenden Spielern im Feld. Die Quote entspricht einer impliziten Wahrscheinlichkeit — ein Spieler mit Quote 5,00 gewinnt nach Buchmachermeinung in einem von fünf Fällen, einer mit Quote 2,00 in jedem zweiten. Wer vor dem Turnier tippt, akzeptiert ein weites Feld; wer erst nach der Auslosung oder im Verlauf der ersten Runde tippt, sieht die Quoten der verbliebenen Spieler sinken und des eigenen Außenseiters steigen. Wer Turniersieger-Wetten mitten im Turnier abschließt, wettet gegen ein immer kleineres Feld, in dem Außenseiter seltener werden.
Der Matchsieger ist die Standardwette auf ein konkretes Spiel: zwei Spieler, zwei mögliche Ausgänge. Bei den Herren best of five, bei den Damen best of two — was die Struktur der Wette nicht verändert, aber die Rechnung, wie viele Sätze eine Überraschung braucht. Sobald die Quoten ausgeglichen sind, zeigt sich auf diesem Markt am deutlichsten, was eine Marge ist: ein Anbieter, der auf beiden Seiten 1,90 anbietet, behält von jedem Euro, der auf das Match gesetzt wird, fünf Cent ein.
Der Satzwette ist die Wette darauf, wie der nächste Satz ausgeht — oder ob er in den Tiebreak geht. Beliebt bei Live-Wetten, weil ein Satz sichtbar strukturiert ist: Aufschlag, Return, Spielstand. Wer Live auf Sand wettet, sollte wissen, dass hierzulande nur die gesetzlich erlaubten Live-Wetten angeboten werden dürfen — der nächste Satz ist erlaubt, der nächste Punkt nicht. Dazu mehr im Abschnitt zur Rechtslage.
Die Handicap-Wette gleicht Leistungsunterschiede aus: positiv für den Außenseiter, negativ für den Favoriten. Auf Sand sind Favoritensiege tendenziell knapper als auf Hartplatz, weshalb Handicap-Wetten auf Sand in der Regel strenger kalkuliert sind als auf schnelleren Belägen. Wer das nicht beachtet, wettet gegen eine Quote, die auf einem Mittelwert beruht, der für Sand nicht gilt.
Eine Kombiwette multipliziert die Quoten mehrerer Einzelwetten zu einer Gesamtquote. Wer drei Spiele mit Quote 1,80 kombiniert, erhält eine Endquote von 1,80 × 1,80 × 1,80 = 5,83. Der Reiz ist offensichtlich; die Marge vervielfacht sich mit jedem Bein — drei Wetten mit je 5 % Marge ergeben in der Kombination eine Marge von rund 14 %. Wer Kombiwetten spielt, spielt gegen eine kumulierte Marge, nicht gegen die Quoten der Einzelmärkte.
Zur Rechnung: Eine Wette mit Einsatz E und Quote Q zahlt im Gewinnfall E × Q zurück; der Reingewinn ist E × (Q − 1). Bei einer Quote von 3,50 und einem Einsatz von 10 € liegt die Rückzahlung bei 35 €, der Nettogewinn bei 25 €.
Was eine Quote über den Anbieter verrät, ist die Marge des Marktes. Die Berechnung folgt einer einfachen Regel: Bei einem Zwei-Wege-Markt mit Quoten Q1 und Q2 ergibt sich der Auszahlungsanteil aus 1 / (1/Q1 + 1/Q2). Was übrig bleibt, ist die Marge des Anbieters. Konkretes Beispiel: Angenommen, ein Anbieter bietet ein ausgeglichenes Match zu 1,90 und 1,90 an — dann liegt 1 / (1/1,90 + 1/1,90) bei rund 0,95, der Auszahlungsanteil also bei rund 95 %, die Marge entsprechend bei rund 5 %. Das ist eine Bandbreite, kein Einzelfall: Anbieter mit aggressiverer Quotierung liegen auf vergleichbaren Märkten zwischen 3 % und 4 %, Anbieter mit konservativer Quotierung eher bei 6 %. Wer die Marge kennt, weiß, was jede Wette statistisch kostet, bevor sie abgeschlossen wird.
Eine spezifische Form der Marge wirkt bei Langzeitwetten auf den Turniersieger: Die Quoten werden früh gesetzt, das Feld ist groß, und der Anbieter kalkuliert einen Sicherheitsaufschlag, weil die Quote sich über Wochen bewegen muss. Wer das Spiel versteht und den eigenen Schätzwert der Siegwahrscheinlichkeit über die implizite Wahrscheinlichkeit der Quote legt — diese Differenz nennen Kenner den Value —, kann hier einen statistischen Vorteil finden. Die Betonung liegt auf statistisch: Es ist eine Erwartung über sehr viele ähnliche Entscheidungen, kein einzelner sicherer Treffer.
Was die Märkte nicht abdecken — Wetten auf den nächsten Punkt im Live-Spiel, Wetten auf Spielerverletzungen, Wetten auf das Verhalten von Linienrichtern — gehört in Deutschland zu den nicht erlaubten Wetten. Wer eine solche Wette trotzdem angeboten bekommt, ist auf einer Seite gelandet, die keine deutsche Erlaubnis hat.
Spielplan und Ablauf des Sandplatzturniers
Die French Open werden im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris ausgetragen, auf Sandplatz — der Belag heißt Terre battue. Veranstalter ist die ITF, die Internationale Tennis-Föderation; den Betrieb vor Ort führt der französische Verband FFT. Das erste Turnier wurde 1891 ausgetragen, damals unter dem Namen Championnat de France international de Tennis — die zweite Auflage folgte im Jahresabstand, die dritte nach zwei Jahren, seit 1927 ist der Rhythmus jährlich.
Die jüngste Ausgabe lief vom 24. Mai bis zum 7. Juni 2026, also über zwei Wochen mit einer kurzen Pause in der ersten Wochenhälfte, in der keine Hauptfelder ausgetragen werden. Im Herreneinzel setzte sich Alexander Zverev im Finale gegen Flavio Cobolli durch; im Dameneinzel gewann Mirra Andrejewa gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Das Gesamtpreisgeld belief sich auf 61.723.000 €, ein Anstieg um 9,35 % gegenüber dem Vorjahr, mit einer Einzelsieger-Prämie von 2.800.000 € für jedes der beiden Einzelfinals.
Rekordsieger im Herreneinzel ist Rafael Nadal mit 14 Titeln; im Dameneinzel hält Chris Evert den Rekord mit sieben Titeln. Diese Zahlen sind Hintergrund, kein Wettgrund — wer auf den Gesamtsieger tippt, gewinnt mit einem Spieler, der gerade in der Form ist, nicht mit dem, der die meisten Titel hat. Die Verlockung, einen Rekordhalter zu nehmen, ist ein typischer Anfängerfehler, der in der Quotenrechnung der Buchmacher längst eingepreist ist.
Spielformat und Wette hängen eng zusammen. Die Herren spielen best of five, die Damen best of two. Bei 6:6 wird ein Tiebreak bis 7 gespielt, mit zwei Punkten Vorsprung. Im Entscheidungssatz — also im fünften Satz bei den Herren, im dritten bei den Damen — einigten sich alle vier Grand-Slam-Turniere im März 2022 auf den Match-Tiebreak bis 10, ebenfalls mit zwei Punkten Vorsprung. Der fünfte Satz der Herren endet heute zu einem sehr hohen Anteil in diesem Format — eine Quote, die jede Handicap-Wette verändert, die auf einen langen fünften Satz spekuliert.
Wann Quoten erscheinen, hängt vom Markt ab. Die Gesamtsieger-Quote wird Wochen vor Turnierbeginn gesetzt und verändert sich mit Auslosung und Erstrunden-Resultaten; Match-Quoten werden ab dem Zeitpunkt der Auslosung sichtbar und aktualisieren sich bis kurz vor Spielbeginn. Live-Quoten erscheinen in der Regel zwischen den Spielen, nicht während eines laufenden Ballwechsels. Wer Quoten vergleicht, sollte zwischen dem vor dem Turnier veröffentlichten Stand und dem tagesaktuellen Stand unterscheiden — beide Zahlen können korrekt sein und trotzdem auseinanderlaufen.
Über zwei Wochen, fünf Sätze Herren, drei Sätze Damen, dazu Doppel- und Mixed-Wettbewerbe: Die Anzahl der Wetten ist groß, die Anzahl der Entscheidungen, die ein Spieler pro Tag trifft, ebenso. Wer Wettdisziplin als Vorbereitung behandelt — also vorab festlegt, wie viele Wetten pro Runde, welcher maximale Tagesverlust — ist bereits ausgeschaltet, bevor die erste Quote kommt. Wer spontan auf jeden Ballwechsel reagiert, gibt die Kontrolle über seine eigene Wettkarte ab, nicht über das Spiel.
Wettanbieter im Überblick
Der entscheidende Filter für deutsche Wettkunden ist die Whitelist der GGL. Sie trägt Stand 2. Oktober 2026 30 Einträge: 27 Inhaber mit Erlaubnis für Sportwetten, von denen zwei zusätzlich Pferdewetten anbieten dürfen, und drei Inhaber ausschließlich für Pferdewetten. Jeder Eintrag führt eine .de-Domain. Eine .de-Domain allein beweist nichts; die Erlaubnis steht allein in der Whitelist.
Die folgende Tabelle führt zehn Anbieter auf, die in Deutschland eine Erlaubnis für Sportwetten halten. Sie zeigt, wer hinter dem Domainnamen steht und seit wann die Erlaubnis ausgesprochen wurde. Eine Erlaubnis trägt kein Ablaufdatum; die Whitelist kennt nur das Datum der Erst- und Folgeerlaubnis. Die Tabelle sortiert in der Reihenfolge, in der die Anbieter anschließend in den Porträts wieder aufgegriffen werden.
| Anbieter | Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Winamax | Whitelist-Eintrag; Inhaber WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 |
| VBet | Whitelist-Eintrag; Inhaber SCGO Limited, St. Julian’s, Malta | 05.12.2023 |
| Sportingbet | Whitelist-Eintrag; Inhaber Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Tipico | Whitelist-Eintrag; Inhaber Tipico Co. Limited | 09.10.2020 |
| Tiptorro | Whitelist-Eintrag; Inhaber Torro Tec Limited, Malta | 30.06.2021 |
| LeoVegas | Whitelist-Eintrag; Inhaber LVSports Limited | 21.10.2024 |
| NEO.bet | Whitelist-Eintrag; Inhaber Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| bpremium | Whitelist-Eintrag; Inhaber Ladbrokes (Deutschland) Ltd, Gzira, Malta | 09.10.2020 |
| Betano | Whitelist-Eintrag; Inhaber Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| bwin | Whitelist-Eintrag; Inhaber bwin (Deutschland) Limited, Gzira, Malta | 09.10.2020 |
Was die Tabelle nicht zeigt, ist die Spreizung zwischen den Anbietern — Quotierung, Live-Angebot, Streaming, Steuerpolitik, Sportarten-Spektrum. Diese Unterschiede sind Sache der einzelnen Porträts im Anschluss. Wer in der Tabelle einen Anbieter vermisst, der auf der Whitelist steht und in deutschen Sportwetten stark vertreten ist, sieht in den folgenden Porträts eine Auswahl von zehn. Die Whitelist selbst führt den vollen Stand.
Grundlagen und Eigenheiten des Pariser Sandturniers

Die vier Grand-Slam-Turniere — Australian Open, French Open, Wimbledon, US Open — spielen auf drei Belägen: Hartplatz in Melbourne und New York, Rasen in Wimbledon, Sand in Paris. Sand verändert das Spiel in drei Punkten: der Ball springt höher und langsamer, die Rallyes werden länger, der Aufschlag verliert an Bedeutung. Diese Verschiebung hat Folgen für die Wette.
Wer auf Sand wettet, sollte Spielerprofile mit Sandstatistik prüfen — nicht die Weltrangliste. Ein Spieler, der auf Sand 60 % seiner Matches gewinnt, ist ein anderes Kaliber als einer, der auf Sand 50 % seiner Matches gewinnt. Wer diese Statistik ignoriert, wettet mit der Weltrangliste als Stellvertreter, und die Weltrangliste wird auf schnelleren Belägen berechnet als auf Sand.
Eine zweite Eigenheit: Auf Sand kommen Favoritensiege seltener klar zustande als auf Hartplatz. Wer Handicap mit negativem Vorzeichen für den Favoriten wettet — also ein Handicap von −3,5 Sätze für den klaren Favoriten — sieht auf Sand häufiger einen gescheiterten Handicap-Sieg als auf schnelleren Belägen. Wer auf Sand Handicap spielt, sollte die Linie konservativer wählen als auf Hartplatz.
Ein dritter Punkt betrifft das Wettformat selbst. Der Match-Tiebreak bis 10 im Entscheidungssatz, den alle vier Grand Slams seit März 2022 spielen, verkürzt lange fünfte Sätze. Vor 2022 konnte ein Herren-Match sechs oder sieben Stunden dauern, wenn beide Spieler auf Sand ähnlich stark waren; heute endet der fünfte Satz in der Regel in einer Stunde oder weniger. Das verändert die Struktur der Handicap-Wette: Wer auf einen langen fünften Satz spekuliert, hat schlechtere Karten als noch vor drei Jahren.
Wer vor Turnierbeginn auf den Gesamtsieger wettet, sollte die Generalprobe beachten — die Sandplatz-Saison ab April, nicht die Form des Vorjahres. Wer erst während des Turniers wettet, sieht in den Quoten bereits die Information aus den ersten Runden eingepreist; seine Wette konkurriert mit dem, was der Anbieter aus den Spielen der ersten Tage herausgelesen hat.
Eine deutsche Eigenheit, die mit Sand nichts zu tun hat, aber jede Wette berührt: Die Sportwettensteuer wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Spieler; wie sie weitergereicht wird, ist Sache des Anbieters. Wer die Werbung eines Anbieters liest, der die Steuer für den Kunden übernimmt, sollte prüfen, wie die Übernahme technisch erfolgt — als Reduktion der Quote oder als Verrechnung im Gewinnfall. Beide Wege führen zur selben Auszahlung, aber nur, wenn der Anbieter das Versprechen auch im Kleingedruckten hält; sonst ist es Marketing mit Quoten-Mathematik.
Eine terminologische Notiz: Das Wort Buchmacher reserviert das Rennwett- und Lotteriegesetz für Pferdewetten-Veranstalter; umgangssprachlich wird es auch für Sportwetten verwendet. Wer einen Vertrag schließt, schließt ihn jedoch mit dem Wettanbieter — und genau diese Bezeichnung steht auch in den amtlichen Dokumenten der GGL.
Rechtslage und Erlaubnis der Anbieter in Deutschland

Seit dem 1. Juli 2021 organisiert die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) die Aufsicht über die in Deutschland erlaubten Sportwetten. Sie ist die einzige Stelle, die inländische Erlaubnisse für Sportwetten im Internet ausstellt, und sie ist die einzige Stelle, an deren Liste eine Lizenz glaubhaft abgelesen werden kann: die Whitelist. Wer in Deutschland eine Sportwette abschließen will, prüft die Whitelist; nur die dort genannte Domain darf Wetten auf die French Open annehmen, und nur dort ist gewährleistet, dass OASIS-Sperren, LUGAS-Limits und Insolvenzschutz greifen.
Die Whitelist trägt Stand 2. Oktober 2026 insgesamt 30 Einträge: 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis, von denen zwei zusätzlich Pferdewetten anbieten dürfen, und drei weitere Inhaber nur für Pferdewetten. Jeder Eintrag führt eine .de-Domain. Eine .de-Domain allein beweist keine Erlaubnis, und eine Erlaubnis erstreckt sich nur auf die in der Whitelist genannte Domain — eine Casino- oder Slots-Erlaubnis des gleichen Inhabers deckt keine Sportwette ab, und umgekehrt ebenso wenig.
Was gewettet werden darf, ist gesetzlich klar geregelt: erlaubt sind fixierte Quoten auf das Ergebnis eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon und auf Vorkommnisse im Ereignis, einzeln oder in Kombination. Welche Wetten im Programm sein dürfen, entscheidet die GGL; das, was nicht im Programm steht, darf nicht angeboten werden.
Live-Wetten unterliegen einer zusätzlichen Einschränkung: während eines laufenden Ereignisses darf nur auf das Endergebnis gewettet werden, oder auf seltene Komponenten wie das nächste Tor, den nächsten Satz oder vergleichbare Ereignisse in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Im Tennis ist der nächste Satz ein solches seltenes Ereignis und damit erlaubt; der nächste Punkt ist es nicht und darf nicht angeboten werden. Wer im Tennis live auf den nächsten Ball wetten will, ist bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis — und damit außerhalb des Schutzes von OASIS und LUGAS.
Nicht erlaubt sind Wetten auf Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen — in der GGL-Praxis gilt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateursport, Wetten dort sind nicht erlaubt. Ebenso ausgeschlossen sind Wetten auf Regelverstöße und deren Sanktionierung sowie manipulationsanfällige Märkte und Wetten auf soziale oder politische Ereignisse. Auf Esports darf nicht gewettet werden, weil Esports von der GGL nicht als Sport anerkannt ist; virtuelle Sportwetten sind im Programm der GGL ebenfalls nicht etabliert.
Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % auf der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, was rund 5,03 % des eingezahlten Betrags entspricht. Sie wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler. Wer also eine Wette zu Quote 2,00 mit Einsatz 100 € abschließt, zahlt nicht selbst 5,30 € Steuer — der Anbieter führt sie ab, und ob er sie auf die Quote drückt oder im Gewinnfall verrechnet, hängt von seinen eigenen Bedingungen ab. „Steuerfreiheit“ in der Werbung bedeutet stets: der Anbieter übernimmt die Steuer aus seiner Marge. Das klingt nach Großzügigkeit, ist aber oft ein Kampf um die bessere Quote in einem engen Markt.
Eine zentrale Frage, die Spieler betrifft, ist die zivilrechtliche Rückforderung verlorener Einsätze aus Wetten bei Anbietern, die in den betroffenen Jahren keine deutsche Erlaubnis hatten. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit solcher Verträge entgegensteht; konkret geht es um die Rückforderung von mehr als 3.700 € Verlust aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 gegen Tipico — damals ohne deutsche Erlaubnis. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 hat der zuständige Generalanwalt es grundsätzlich für möglich gehalten, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten, mit einer Ausnahme: dort, wo die zuständige Behörde zugesichert hat, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Auch wenn der Generalanwalt nicht der EuGH ist, zeigt die Richtung, was Spieler erwarten dürfen, die in jenen Jahren bei Anbietern ohne deutsche Erlaubnis gewettet haben.
Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt — ein Hinweis, der die Verfolgungspraxis nicht ersetzt, sie aber flankiert.
Was die Werbung angeht, enthält der Glücksspielstaatsvertrag für Sportwetten keine Sperrstunde zwischen sechs und einundzwanzig Uhr — die gilt für virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casino. Für Sportwetten ist die Werbung dort eingeschränkt, wo sie unmittelbar vor oder während einer Live-Übertragung platziert würde; Werbung mit aktiven Athleten oder Schiedsrichtern ist unzulässig, ebenso Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz. Boni im Sportwettenbereich sind im Gesetz nicht gedeckelt; Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten kommen allein aus den Anbieter-AGB.
Wetten ohne deutsche Erlaubnis können auch technisch bekämpft werden: über Verbotsordnungen, Zahlungs- und Netzblockierungen. Außerhalb der Whitelist gibt es keinen Zugang zu OASIS, zu LUGAS, zum Insolvenzschutz, zu den Einzahlungslimits oder zur Rückforderungslinie aus dem EuGH-Verfahren. Wer dort spielt, gewinnt die Quote und verliert das Sicherheitsnetz — eine Rechnung, die in den zwei Wochen Paris-Grand-Slam gerne übersehen wird.
Wettanbieter im Porträt
Die folgenden zehn Anbieter stehen in der Whitelist und sind für deutsche Spieler erreichbar. Die Reihenfolge orientiert sich an der Übersicht im Abschnitt „Wettanbieter im Überblick“; sie ist keine Empfehlung und kein Ranking.
Winamax — Wettsteuerübernahme und Tennis-Streams
Winamax bewirbt im Footer seiner Website die Übernahme der Wettsteuer und eine überdurchschnittliche Quotierung. Belegt wird die Quotenaussage durch eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 1. April 2025 und dem 30. August 2025, in der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Eine konkurrierende Auswertung mit anderem Datenstand kann das Bild verschieben; die Odoxa-Studie ist die vom Anbieter zitierte Grundlage seiner Werbung. Für Wetten auf die French Open ist Winamax TV ein zweiter Anker: das eigene Kundenkonto streamt Live-Übertragungen der vier Grand-Slam-Turniere, aller ATP- und WTA-Turniere, von La Liga, Serie A, Ligue 1 und weiteren Ligen — verfügbar in Deutschland, was bei manchen Mitbewerbern nicht in dieser Form der Fall ist.
Wer die Werbeaussage nachrechnet, sieht auf eine Wette mit Einsatz 100 € und Quote 2,00: kein Abzug, weil der Anbieter die 5,3 % aus seiner Marge trägt. Bei Anbietern, die die Steuer durchreichen, schrumpft der Gewinn um 5 €. Das ist auf den ersten Blick wenig; über zwei Wochen Grand-Slam-Turnier mit drei, vier Wetten pro Tag kommt es auf einen niedrigen dreistelligen Betrag pro Spieler, genug, dass die Werbeaussage messbar wird. Für Spieler, die bei einem deutschen Anbieter mit Live-Tennis und einer überdurchschnittlichen Quotierung spielen wollen, ist Winamax die nächstliegende Wahl.
VBet — späte Erlaubnis, junger Marktauftritt
VBet tritt in Deutschland seit dem 5. Dezember 2023 mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf. Veranstalterin ist die SCGO Limited mit Sitz im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso, STJ 4010, St. Julian’s, Malta. Die Erlaubnis ist die jüngste unter den älteren Einträgen — Winamax, Tipico, bwin und andere tragen Erst-Erlaubnisse aus 2020 oder 2021 — was VBet zu einem Anbieter macht, der vergleichsweise spät auf den Whitelist-Markt gestoßen ist.
Diese Position hat eine konkrete Folge: VBet ist nicht der Ort, an dem erfahrene Wettkunden ihren Stamm-Anbieter wählen, weil sie dort die Quoten-Historie nicht über Jahre vergleichen können. Wer einen Anbieter mit vollständiger deutscher Erlaubnis sucht und auf gesammelte Quoten-Historie weniger Wert legt, findet hier eine junge Plattform, die denselben Regeln unterliegt wie jeder andere Whitelist-Anbieter. Für die French Open selbst ist die Quotierung entscheidend, nicht die Marken-Historie — und die Quote ist bei jedem Whitelist-Anbieter über die Pflicht zur Anwendung der GGL-Regeln gesichert.
Sportingbet — Konfigurator und breites Sportangebot
Sportingbet trägt die Erst-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, die Folgeerlaubnis seit dem 21. Dezember 2022. Im Programm führt der Anbieter einen „Konfigurator+“, mit dem ein Spieler mehrere Märkte aus einem einzelnen Match zu einer Wette kombinieren kann — ein Werkzeug, das bei Kombiwetten auf ein Match die Quote erhöht, ohne auf mehrere Spiele ausweichen zu müssen. Live-Wetten sind verfügbar, das Sportarten-Spektrum umfasst Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker.
Für Spieler, die ihre Wette gezielt auf ein einzelnes Match bauen und mehrere Aspekte dieses Matches verbinden wollen — Satzwette, Handicap und Matchsieger in einer Wette —, ist der Konfigurator das naheliegende Werkzeug. Wer hingegen aus vielen Matches parallel Kombis bauen möchte, landet bei den klassischen Kombiwetten. Die Marge eines vom Konfigurator zusammengesetzten Marktes entspricht der Summe der Margen der einzelnen Beine — und genau darin liegt das Risiko: drei kombinierte Beine zu 5 % Marge ergeben rund 14 % im Endprodukt, auch wenn jedes Bein für sich genommen günstig wirkt.
Tipico — Marktführer und Beschuldigter im EuGH-Verfahren
Tipico trägt die Erst-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und die Folgeerlaubnis seit dem 9. Dezember 2022. Die Marke ist im deutschen Sportwettenmarkt die mit Abstand bekannteste; die App führt Cashout und Live-Wetten auch während des laufenden Spiels. Über die Bekanntheit hinaus spielt Tipico die Rolle eines Beschuldigten im laufenden EuGH-Verfahren zur Rückforderung verlorener Einsätze aus Zeiten ohne deutsche Erlaubnis.
Für Spieler, die einen Anbieter mit hohem Wiedererkennungswert, breiter App-Pflege und einem Fußball- und Tennis-Angebot auf dem Stand der übrigen Top-Anbieter suchen, bleibt Tipico die naheliegende Wahl. Der Name steht im Verfahren, der Anbieter steht auf der Whitelist — wer die beiden Sätze trennt, behält den Überblick. Wer die Frage der Rückforderung im Hinterkopf hat, sollte wissen, dass das Verfahren die Zukunft betrifft, nicht die laufenden Wetten unter deutscher Erlaubnis: Spieler, die heute bei Tipico wetten, tun das mit einer Erlaubnis und einem Schutzrahmen, den es vor 2021 nicht gab.
Tiptorro — Zweitmarke mit eigener Whitelist-Erlaubnis
Tiptorro ist die zweite Marke im deutschen Whitelist-Markt mit eigener Erlaubnis, getragen von der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta. Die App wird im Apple App Store unter dem Entwickler Torro Tec Limited angeboten, mit der Selbstbeschreibung als behördlich zugelassener Wettveranstalter unter Aufsicht der GGL. Erst-Erlaubnis: 30. Juni 2021; Folgeerlaubnis: 27. Dezember 2022.
Wer einen kleineren Anbieter sucht und die entsprechende Erlaubnis auf der Whitelist findet, findet hier eine Oberfläche, die nicht identisch mit den Top-Marken ist, aber denselben Regeln unterliegt. Für die French Open heißt das: vollständige Whitelist-Pflichten, OASIS-Anbindung, LUGAS-Limit, keine Live-Wetten außerhalb der erlaubten Märkte. Welche Märkte Tiptorro konkret im Programm führt, ist Sache des Anbieters; die deutsche Erlaubnis sichert nur die Einhaltung der Regeln, nicht die Vollständigkeit des Angebots.
LeoVegas — jüngste Sportwetten-Erlaubnis, Casino-Ursprung
LeoVegas trägt die Sportwetten-Erlaubnis erst seit dem 21. Oktober 2024; der Mutterkonzern LVSports Limited ist primär aus dem Online-Casino-Bereich bekannt. Auch virtuelle Automatenspiele sind Teil der Erlaubnis, mit Datum vom 27. Februar 2023 für das casino-seitige Angebot.
Für Spieler, die Casino und Sportwetten aus einer Hand spielen wollen, ist LeoVegas die nächstliegende Wahl, weil beide Erlaubnisse beim selben Anbieter liegen. Wer Tennis-Wetten als Erstkontakt mit dem Anbieter nutzt, sollte wissen, dass die Sportwetten-Erlaubnis die jüngste in der Auswahl ist — die Historie des Anbieters liegt im Casino, nicht im Sport. Auf der Whitelist ist das ohne Belang; für die eigene Erwartung an die Marke und an die Tiefe des Tennis-Programms ist es ein Hinweis.
NEO.bet — früher Whitelist-Eintrag und Spezialist
NEO.bet trägt die Erst-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis seit dem 22. Dezember 2022; Veranstalterin ist die Greenvest Betting Limited. NEO.bet gehört damit zu den frühen Whitelist-Einträgen, ohne den Bekanntheitsgrad der Spitzenmarken zu erreichen.
Wer einen Anbieter mit vergleichsweise langer Whitelist-Erfahrung sucht, ohne die Markenpräsenz von Tipico oder bwin zu bedienen, findet hier eine Anlaufstelle. Für die French Open heißt das: reguläre Verfügbarkeit der Standardmärkte, deutsche Erlaubnis, OASIS- und LUGAS-Anbindung. Welche zusätzlichen Märkte — etwa Live-Streams, Konfiguratoren, Bonus-Konstruktionen — der Anbieter bereithält, ist nicht einheitlich dokumentiert; der Spieler prüft es im Wettprogramm des Anbieters vor Turnierbeginn, statt sich auf Werbeversprechen zu verlassen.
bpremium — Ladbrokes-Erbe mit deutscher Zulassung
Hinter bpremium steht die Ladbrokes (Deutschland) Ltd mit Sitz in Unit 6, St Business Centre, 120 The Strand, Gzira, Malta, geführt unter der Registernummer C92799. Die Nutzungsbedingungen tragen die Fassung vom 3. April 2023. Die Whitelist-Erlaubnis geht auf den 9. Oktober 2020 zurück, mit Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022.
Für Spieler, die einen Anbieter mit internationaler Marken-Historie im Pferdewetten-Bereich suchen und zugleich unter deutscher Erlaubnis wetten wollen, ist bpremium der nächstliegende Eintrag. Der Markenkern liegt nicht im Tennis; wer hier auf French-Open-Märkte wettet, sollte das Programm prüfen, bevor er sich festlegt. Die Erlaubnis ist solide, das Regelwerk ist dasselbe, das auf jeden Whitelist-Anbieter Anwendung findet — von OASIS über LUGAS bis zur Insolvenzsicherung des Guthabens.
Betano — Streams und Bet Builder für Grand Slams
Betano wird von der Betkick Sportsbetting Limited getragen; im App Store wird die App von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten. Die Erst-Erlaubnis datiert auf den 19. Februar 2021, die Folgeerlaubnis auf den 16. Dezember 2022. Im Programm führt der Anbieter einen Bet Builder — die Kombination mehrerer Märkte aus einem Spiel zu einer Wette —, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, den Tennis-Grand-Slams, der NBA, der EuroLeague und der NFL.
Für Spieler, die eine French-Open-Wette mit Live-Übertragung im selben Konto kombinieren wollen, ist Betano die naheliegende Wahl. Der Bet Builder entspricht funktional dem Konfigurator von Sportingbet, positioniert sich aber um das Streaming herum. Wer auf einen Live-Stream angewiesen ist, um seine Wette zu platzieren, sollte prüfen, ob die Übertragung im eigenen Konto läuft oder ob sie nur in ausgewählten Märkten verfügbar ist — eine Frage, die jeder Anbieter in seinen AGB anders beantwortet.
bwin — ältester Markenname im deutschen Sportwettenmarkt
bwin ist der Anbieter mit dem vermutlich ältesten Markennamen im deutschen Sportwettenmarkt: die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta, trägt eine Erst-Erlaubnis vom 9. Oktober 2020 und eine Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. Die Marke hat im deutschen Sportwettenmarkt einen Wiedererkennungswert, der mit Tipico vergleichbar ist, ohne über dessen Fußball-Platzierung zu verfügen.
Für Spieler, die einen Anbieter mit langer Marktpräsenz, vollständiger Whitelist-Erlaubnis und breitem Sportarten-Programm suchen, ist bwin der naheliegende Eintrag. Wer die Quote auf Sandplatz-Tennis vergleicht, sollte bwin als Standardwert mitführen — nicht weil die Marke dort zwingend führend ist, sondern weil sie zu den Anbietern gehört, deren Quoten in Vergleichstabellen regelmäßig auftauchen und an denen sich die anderen Anbieter messen lassen.
Häufige Fragen
Wo lässt sich prüfen, welcher Anbieter offiziell auf die French Open wetten lassen darf?
Auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Sie ist auf der Webseite der Behörde öffentlich einsehbar und führt für jeden Eintrag die Domain und den Erlaubnisinhaber. Wer dort nicht auftaucht, hat in Deutschland keine Erlaubnis für Sportwetten; das gilt auch für Marken, deren Internetadresse auf .de endet.
Welche Wettmärkte gehören üblicherweise zum Programm des Turniers?
Zum Standard zählen Gesamtsieger, Matchsieger, Satzwette und Handicap; dazu kommen Live-Wetten auf das Endergebnis und auf erlaubte Komponenten wie den nächsten Satz im Tennis. Nicht erlaubt sind Wetten auf den nächsten Punkt, auf Spielerverletzungen oder auf Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen.
Welche Rechnung steckt hinter einer Wette auf den Turniersieger?
Die Auszahlung im Gewinnfall ist Einsatz mal Quote; der Reingewinn ist Einsatz mal (Quote minus 1). Bei Quote 6,00 und Einsatz 50 € liegt die Rückzahlung bei 300 €, der Nettogewinn bei 250 €. Bei Quote 8,00 mit demselben Einsatz steigt die Rückzahlung auf 400 €, der Reingewinn auf 350 €.
Welche Live-Wetten sind während eines laufenden Matches erlaubt?
Während eines laufenden Spiels sind in Deutschland nur Wetten auf das Endergebnis und auf seltene Komponenten wie den nächsten Satz erlaubt. Wetten auf den nächsten Punkt, das Verhalten von Linienrichtern oder andere kleinteilige Ereignisse sind hier nicht erlaubt; Anbieter, die solche Märkte zeigen, haben keine deutsche Erlaubnis.
Wie verändert der Sandplatz die Einschätzung einer Match-Wette?
Sand verlangsamt den Ball und verlängert die Rallyes; Spieler mit starker Beinarbeit und Topspin gewinnen über die Weltrangliste hinaus häufiger. Eine Value-Wette liegt vor, wenn die eigene Wahrscheinlichkeitsschätzung über der impliziten Wahrscheinlichkeit der Quote liegt — auf Sand lässt sich dieser Vergleich mit Sandstatistik schärfer führen als mit der Weltrangliste allein.
Tennis – buchmacherbonus
Inhalt erstellt vom Team «buchmacherbonus»
