Radsport-Wetten: Tour, Klassiker und was die Quote kostet

Updated Oktober 2026
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Wer in Deutschland auf Radsport wetten will, findet ein vergleichsweise kleines Marktsegment mit klaren Regeln. Lizenzierte Anbieter nehmen Wetten auf Tour de France, Frühjahrsklassiker und WorldTour-Rennen entgegen, müssen sich aber an Einschränkungen bei Livewetten und an ein zentrales Einzahlungslimit halten. Der folgende Artikel erläutert die Grundlagen, die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Wettmöglichkeiten bei lizenzierten Anbietern und zeigt, welche zehn Wettanbieter auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder stehen.

Eine Landstraße zwischen Feldern im Morgenlicht, am Straßenrand lehnt ein Rennrad ohne Aufschrift an einem Pfosten.
Zu den Frühjahrsklassikern im Radsport zählen Lüttich–Bastogne–Lüttich (seit 1892), Paris–Roubaix (seit 1896) und Mailand–San Remo (seit 1907).

Stand: Oktober 18, 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.

Rechtslage: Wetten auf Radsport in Deutschland

In Deutschland darf Sportwetten nur anbieten, wer eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder besitzt. Die Erlaubnis wird nach § 9 Abs. 8 GlüStV erteilt; die Behörde führt die Whitelist, also die amtliche Liste aller Anbieter, denen sie eine Sportwetten-Erlaubnis ausgestellt hat. Zum Stand 2. Oktober 2026 listet die GGL 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis.

Ein leerer Wettschein aus Papier liegt neben einer Trinkflasche und einem Stift auf einem Tisch.
Die UCI WorldTour wird seit dem Jahr 2011 vom Radsport-Weltverband UCI veranstaltet und gilt als Nachfolgeserie der gescheiterten UCI ProTour.

Bet365, bwin, ODDSET oder Interwetten stehen dort – nicht aber Marken mit ausschließlich maltesischer, curacaischer oder Anjouan-Lizenz. Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis wettet, spielt außerhalb des regulierten Marktes.

Was die Erlaubnis konkret bedeutet

Eine GGL-Erlaubnis für Sportwetten deckt nur die Domain ab, die in der Whitelist unter der Erlaubnis steht. Wer ein Inhaber ist, der neben Sportwetten auch Casino, Poker oder virtuelle Automatenspiele anbietet, hat für jeden Bereich eine eigene Erlaubnis. Wer in Deutschland Radsport wetten will, achtet also darauf, dass die Domain in der Whitelist unter „Sportwetten“ geführt wird, nicht unter einem anderen Produkt.

Ein Rennradlenker mit Sattel aus der Nähe, im Hintergrund unscharf eine Bergstraße mit Serpentinen.
Die Tour de France wurde erstmals 1903 ausgetragen, Start war am 1. Juli in Montgeron bei Paris; Veranstalter ist seit 1992 die Amaury Sport Organisation (ASO).

Die Erlaubnis wird nach § 4c Abs. 1 GlüStV für fünf Jahre erteilt. Folgeerlaubnisse gibt es, wenn die Voraussetzungen weiterhin vorliegen. Die Whitelist zeigt Ausstellungsdaten, aber kein Enddatum.

Was darf auf dem Wettschein stehen, was nicht

§ 21 Abs. 1 GlüStV erlaubt feste Quoten auf den Ausgang eines Sportereignisses, auf einzelne Abschnitte und auf Vorkommnisse im Ereignis. Wetten auf einzelne Etappen, die Gesamtwertung oder das nächste Trikot bei der Tour de France fallen darunter, ebenso Head-to-Head-Wetten zwischen Fahrern.

Ausgeschlossen sind Wetten auf Sportereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen, manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. E-Sports ist nach GGL-Praxis kein Sport im Sinne der Erlaubnis, weshalb kein deutscher Anbieter E-Sports-Wetten anbietet.

Livewetten: was erlaubt ist und was nicht

Livewetten sind während eines laufenden Ereignisses nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder ähnliche Komponenten erlaubt, und auch nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten vorkommen. Beim Radsport heißt das: Livewetten vor allem auf den Etappensieg oder die Gesamtwertung.

Wer auf den nächsten Angriff, das nächste Loch oder das nächste Zwischensprint-Ereignis setzen will, findet das bei lizenzierten Anbietern nicht. Diese Einschränkung gilt nur in Deutschland zugelassenen Anbietern; Anbieter mit ausländischer Lizenz haben eigene Regeln.

Cash-out bei laufenden Etappen

Eine gesetzliche Regelung für Cash-out – also das vorzeitige Auswerten einer Wette – findet sich weder im GlüStV noch in der GGL-Praxis. Cash-out ist eine Funktion, die jeder Anbieter nach eigenen Regeln anbietet oder nicht. Bei einem Rennen wie der Tour de France hängt Cash-out davon ab, ob der Anbieter die Wette in dem Moment überhaupt vorzeitig abrechnen will und kann.

Die Sportwettensteuer

Die Wettsteuer, offiziell Sportwettensteuer nach §§ 16-25 RennwLottG, beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“. Wer 100 € einsetzt, zahlt effektiv rund 4,97 € Steuer; die Bemessungsgrundlage ist der Einsatz minus die Steuer, also etwa 95,03 €; 5,3 % davon sind die 4,97 €. Schuldner ist der Veranstalter – also der Wettanbieter.

Ob der Anbieter die Steuer selbst trägt oder sie vom Einsatz abzieht oder vom Gewinn abzieht, ist seine Entscheidung. Manche Anbieter werben damit, keine Wettsteuer zu erheben; dann subventionieren sie den Steueranteil aus der eigenen Marge. Wer nachrechnet, vergleicht deshalb am besten den Auszahlungsbetrag, den der Wettschein bei einem Gewinn tatsächlich zeigt – denn was hinten rauskommt, hat die Steuer bereits berücksichtigt.

Was eine fehlende Erlaubnis praktisch bedeutet

Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis wettet, hat keinen Zugang zu OASIS, also der bundesweiten Sperrdatei, und auch nicht zu LUGAS, dem zentralen Limit- und Aktivitätsdateisystem. Die Beschränkung auf 1.000 € pro Monat über alle Anbieter gilt dort nicht. Parallel-Spiel, also Wetten bei mehreren Anbietern gleichzeitig, lässt sich nicht kontrollieren. Im Streitfall ist der deutsche Rechtsweg versperrt.

Die GGL hat im September 2026 ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt. Wer sich an einem solchen Angebot beteiligt, macht sich nach § 285 StGB strafbar, auch wenn die Verfolgung einzelner Spieler bislang nicht festgestellt ist. Die Bundesnetzagentur kann Zahlungen blockieren, die GGL kann Netzwerk- und Verbotsverfügungen erlassen.

Spielerschutz: Altersgrenze, Sperrdatei, Einzahlungslimit

Beim Radsport geht es nicht um ein einzelnes Spiel in einer Stunde, sondern um Etappen, die sich über drei Wochen hinziehen, um Eintagesrennen am Wochenende und um WorldTour-Serien, die das halbe Jahr füllen. Wer hier spielt, setzt mitunter zwanzig Mal im Monat eine kleine Summe. Genau für diese Frequenz ist der Spielerschutz im GlüStV ausgelegt.

Die wichtigsten Bausteine

Teilnehmen darf, wer volljährig ist (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Jeder Anbieter verifiziert Identität und Alter vor der ersten Auszahlung; vor der Verifizierung darf höchstens 72 Stunden lang mit maximal 100 € Einzahlung gespielt werden, aber keine Auszahlung erfolgen. Pro Anbieter ist nur ein Konto erlaubt.

Das zentrale Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV beträgt 1.000 € pro Kalendermonat, und zwar über alle Anbieter hinweg. Es wird technisch über die Limitdatei LUGAS durchgesetzt: Bevor eine Einzahlung angenommen wird, prüft der Anbieter, wie viel im laufenden Monat schon eingezahlt wurde. Wer sein Limit erhöhen will, kann das tun, muss aber wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen; eine Selbsterklärung reicht nicht. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen.

OASIS und der Panikbutton

OASIS ist die Spielersperrdatei nach §§ 8, 8a GlüStV. Bei jeder Registrierung und bei jedem Login prüft der Anbieter, ob eine Sperre vorliegt. Wer sich selbst sperren lässt, wählt eine Frist: Mindestens ein Jahr, wenn keine Frist angegeben wird, mindestens drei Monate, wenn man selbst eine setzt. Während der Sperre darf nirgends in Deutschland gewettet werden, auch nicht bei anderen Anbietern.

Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine 24-Stunden-Sperre aus, sofort, ohne Antrag und ohne Wartezeit. Wer spürt, dass die Beherrschung nachlässt, drückt den Knopf, und der Anbieter blockiert das Konto für den Rest des Tages. Diese Sofortmaßnahme greift zuerst; eine längere Sperre wird dann auf OASIS gesetzt.

Parallelspiel und der Aktivitätsabgleich

§ 6h GlüStV verbietet das gleichzeitige Wetten bei mehreren Anbietern, um zu verhindern, dass das 1.000-€-Limit umgangen wird. Die Aktivitätsdatei in LUGAS erkennt, ob parallel ein Konto bei einem anderen Anbieter aktiv ist. Wer aktiv ist, bekommt vom zweiten Anbieter keinen Zugriff auf das übliche Angebot.

Diese Mechanik erklärt, warum ein Anbieter den Spieler bei einem parallelen Konto bei einem Konkurrenten warnt oder die Wette verweigert. Sie ist kein Bonus-Trick, sondern ein Aufsichtsinstrument.

Was Offshore-Anbieter nicht leisten

Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen. Die Selbstaussperrung funktioniert dort nur innerhalb des jeweiligen Anbieters; das 1.000-€-Limit gilt querschnittlich nicht; ein Panikbutton deutscher Bauart fehlt meist. Wer dort spielt, hat die höhere Marge, das breitere Wettprogramm und im Zweifel höhere Limits – aber auch keinen Weg in das deutsche Sperr- und Limitsystem.

Radsport-Kalender und Wettmärkte

Der Radsport ist ein Sommersport mit klarer Saisonstruktur. Wer das Wettprogramm liest, sollte den Kalender kennen, denn nicht jede Plattform öffnet zu jeder Zeit dieselben Märkte.

Wovon der Radsport-Kalender lebt

Zum Radsport zählen Straßenrennen, Bahnrad, Mountainbike, Cyclocross, BMX, Kunstradfahren, Radball und Radpolo. Wetten werden bei den meisten lizenzierten Anbietern vor allem für Straßenrennen angeboten, die UCI WorldTour und die großen Eintagesrennen.

Die Frühjahrsklassiker eröffnen das Jahr: Lüttich–Bastogne–Lüttich (seit 1892), Paris–Roubaix (seit 1896) und Mailand–San Remo (seit 1907). Es folgen die WorldTour-Etappenrennen im Frühjahr und Sommer; die Tour de France ist das Zentrum des Rennkalenders.

UCI WorldTour und Tour de France

Die UCI WorldTour wird seit 2011 vom Weltverband UCI veranstaltet und gilt als Nachfolgeserie der gescheiterten UCI ProTour; 36 Rennen umfasst die aktuelle Serie.

Die Tour de France wurde 1903 erstmals ausgetragen, Start war am 1. Juli in Montgeron bei Paris. Veranstalter ist seit 1992 die Amaury Sport Organisation (ASO). An der Tour nehmen etwa 21 bis 22 Profimannschaften teil, davon 18 UCI WorldTeams; seit 2018 bestehen die Teams aus acht Fahrern, davor waren es neun. Meist stehen zwanzig Etappen nach dem Grand Départ auf dem Programm.

Die Wertungen

Das Gelbe Trikot wurde 1919 von Henri Desgrange eingeführt; das Gepunktete Trikot steht für die Bergwertung, das Weiße für die Nachwuchswertung, das Grüne für die Punktewertung. Erik Zabel gewann das Grüne Trikot sechsmal in Folge.

Diese Trikots sind eigene Wettmärkte: Wer auf den Träger des Gelben Trikots nach der letzten Etappe wettet, setzt auf die Gesamtwertung. Wer auf das Grüne, Gepunktete oder Weiße Trikot wettet, setzt auf die jeweilige Sonderwertung – und auf einen Fahrer, der in dieser Wertung führt.

Wer die Tour de France dominiert

Rekordsieger mit je fünf Gesamtsiegen sind Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Miguel Indurain und Tadej Pogačar. Pogačar siegte 2020, 2021 und von 2024 bis 2026. Wer auf den Gesamtsieg einer kommenden Tour setzt, weiß damit, dass die jüngere Geschichte von Pogačar geprägt ist und das Feld der Mitfavoriten kleiner ausfällt, als es die schiere Fahrerzahl suggeriert.

Welche Märkte deutsche Anbieter öffnen

Lizenzierte deutsche Anbieter öffnen vor allem Märkte auf Etappensieger, Gesamtsieger und Sieger der Trikotwertungen. Auf Etappen kann auch auf die Top-3 eines Rennens gewettet werden. Bei Kopf-an-Kopf-Wetten treten zwei Fahrer gegeneinander an; wer vorne landet, gewinnt die Wette.

Das Head-to-Head ist der Wettmarkt, der bei Stürzen und Ausreißern am ehesten noch eine vorzeitige Cash-out-Option eröffnet. Wer auf einen Fahrer setzt, der früh aussteigt, verliert, sobald das Aus fix ist; wer auf einen Ausreißer setzt, kann je nach Rennverlauf vorzeitig auswerten, wenn der Anbieter das anbietet.

Was die Marge der Wettmärkte macht

Jede Quote enthält eine Marge des Anbieters. Sie wird sichtbar, wenn man den Kehrwert der Quoten aller möglichen Ausgänge addiert: Bleibt 1,00 oder weniger übrig, müsste der Anbieter bei einem fairen Markt ohne Marge exakt das zurückzahlen, was eingesetzt wurde; bleibt mehr als 1,00 übrig, gibt der Anbieter weniger als die Einsätze zurück – das ist die Marge. Eine illustrative 1,90/1,90-Zweiwege-Wette ergibt zum Beispiel:

Eine Marge von 5 % bedeutet: Bei gleichen Einsätzen auf beide Seiten behält der Anbieter 5 Cent je eingesetzten Euro. Bei einem konkreten Markt kann die Marge zwischen 3 % und 8 % liegen, je nachdem, wie viele Ausgänge angeboten werden und wie der Anbieter kalkuliert. Wettmärkte mit vielen Ausgängen (z. B. Etappensieger mit 30-50 Startern) tragen typischerweise höhere Margen als Zwei-Wege-Märkte.

Wettsteuer und effektive Auszahlung

Wer 5 € auf Quote 8,00 für den Gesamtsieger setzt, gewinnt 40 € brutto, also 5 € × 8,00 = 40 €. Zieht der Anbieter die Wettsteuer vom Einsatz ab, zahlt er bei Quote 7,58 (oder einem ähnlichen Wert nach Steuerabzug) 37,90 € aus; zieht er sie vom Gewinn ab, zahlt er bei Quote 8,00 und 5,3 % auf 35 € Gewinn 37,90 €. Ohne Steuerabzug, also wenn der Anbieter die Steuer aus eigener Tasche trägt, zahlt er die vollen 40 €.

Die Steuer schmälert den Auszahlungsbetrag messbar: Ohne Wettsteuer sind 5 € × 8,00 = 40 €; mit 5,3 % Steuer (Annahme: vom Gewinn abgezogen) sind es noch 38,15 €. Das ist ein effektiver Verlust von 4,6 %, und zwar pro gewonnener Wette, nicht nur beim ersten Tipp. Wer häufig gewinnt, verliert durch die Steuer spürbar; wer häufig verliert, merkt sie weniger.

Die zehn GGL-lizenzierten Anbieter im Vergleich

Die folgende Tabelle zeigt die zehn Wettanbieter, die auf der Whitelist der GGL mit Stand 2. Oktober 2026 unter einer deutschen Sportwetten-Erlaubnis geführt werden, und das Datum, an dem die Erlaubnis ausgestellt wurde.

Anbieter GGL-Whitelist-Eintrag Inhaber (laut Whitelist) Erlaubnis ausgestellt am
Sportwetten.de Sportwetten.de NetX Betting Limited, Birkirkara, Malta 19.11.2020
AdmiralBet Admiralbet.de Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
ODDSET Oddset.de ODDSET Sportwetten GmbH 18.11.2020
bwin Bwin.de bwin (Deutschland) Limited, Gzira, Malta 09.10.2020
Betway Betway.de Betway Limited 09.03.2021
MERKUR BETS MERKUR BETS Merkur Bets Malta Limited, St. Julian’s, Malta 06.11.2023
NEO.bet NEO.bet Greenvest Betting Limited 09.10.2020
bet365 Bet365.de Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex, Malta 09.10.2020
Interwetten Interwetten.de Interwetten Gaming Limited, Sliema, Malta 02.11.2020
Bet3000 Bet3000.de I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema, Malta 22.04.2026

Zehn Erlaubnisse, drei verschiedene Erteilungswellen: Die meisten Anbieter bekamen die Erlaubnis im Oktober und November 2020, der erste Schwung nach Inkrafttreten des GlüStV 2021. Einige Erlaubnisse wurden 2022 verlängert; Bet3000 erhielt die Erst-Erlaubnis am 22. April 2026, also mitten in das Schaltjahr hinein.

Wie die Erlaubniswellen das Bild prägen

Wer 2020 in den ersten Schwung fiel, hatte Zeit, Strukturen aufzubauen, Sportwetten-Angebote zu schärfen, deutschsprachige Supportkanäle zu etablieren. Wer erst 2023 oder 2026 in den Markt kam, musste Strukturen übernehmen oder von den Lizenzgebern einsteigen. Das Datum der Ersterlaubnis erklärt, warum einige Anbieter mehrere Jahre Erfahrung im deutschen Markt haben und andere erst seit Kurzem.

Für den Wettenden heißt das: Ein „neuer“ Eintrag bedeutet nicht automatisch ein schlechteres Produkt, aber ein Anbieter mit einer Erlaubnis seit 2020 hat in der Regel mehr Konstanz bei Zahlungswegen, Identitätsprüfung und Limits als ein Anbieter mit einer Erlaubnis seit ein paar Monaten. Wer auf einen stabilen Zahlungsverlauf Wert legt, schaut auf den Wettanbieter mit der längsten Erlaubnis.

Was die Tabelle nicht zeigt

Eine Whitelist-Erlaubnis besagt, dass der Anbieter formal berechtigt ist, Sportwetten in Deutschland anzubieten. Sie sagt nichts über die Höhe der Quoten, die Breite des Wettprogramms, die Geschwindigkeit der Auszahlung oder die Bedingungen eines Bonus. Wer vor dem ersten Tipp Anbieter vergleicht, schaut auf das Radsport-Wettprogramm (Etappensieger, Gesamtsieger, Trikotwertungen, Head-to-Head), auf den Quotenniveau und auf die Auszahlungsmodalität. Die Whitelist-Erlaubnis ist die Eintrittskarte, nicht das Spielerlebnis.

Die Anbieter im Radsport-Profil

Die folgende Übersicht zeigt, was die zehn lizenzierten Anbieter im Radsport tun – soweit es aus den eigenen Bedingungen, der Whitelist-Fassung vom 2. Oktober 2026 und dem jeweiligen Marktauftritt hervorgeht. Reine Behauptungen aus Marketingmaterial ohne Beleg finden hier keinen Platz.

Sportwetten.de

Sportwetten.de wird von der NetX Betting Limited mit Sitz in Birkirkara, Malta betrieben; die Erlaubnis wurde am 19.11.2020 ausgestellt und am 16.12.2022 verlängert. Die Plattform trägt die Marke „Sportwetten.de“ und ist auf den deutschen Markt zugeschnitten.

Im Radsport bedient Sportwetten.de die üblichen WorldTour-Etappen, Eintagesrennen und die Tour de France. Wer dort Wetten platziert, bekommt Märkte auf Etappensieger, Gesamtsieger und Trikotwertungen sowie Head-to-Head-Duelle. Die Marge ist nicht transparent veröffentlicht, bewegt sich aber im Rahmen anderer GGL-lizenzierter Anbieter. Für die Frage, ob der Anbieter einen Bonus ausweist und unter welchen Bedingungen er ausgezahlt wird, sind die AGB maßgeblich.

Für die meisten Radsport-Wetter, die auf Etappensieger und Gesamtsieger tippen und einen deutschsprachigen Anbieter mit deutscher Erlaubnis schätzen, ist Sportwetten.de ein solider Anlaufpunkt. Wer besonderen Wert auf Livewetten innerhalb von Etappen legt, sollte prüfen, welche Märkte der Anbieter live tatsächlich öffnet, da die deutsche Liversetzung nur das Endergebnis und ausgewählte Komponenten abdeckt.

AdmiralBet

AdmiralBet wird von der Greentube Betting Malta Limited betrieben, mit Erlaubnis seit 09.10.2020 und Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024. Der Marktauftritt ist auf den deutschsprachigen Markt ausgerichtet und bringt die Verwurzelung der Admiral-Marke aus dem stationären Spielhallen-Geschäft mit.

Im Radsport deckt AdmiralBet die wichtigsten WorldTour-Rennen und Eintagesklassiker ab, dazu die Tour de France mit Märkten auf Etappen, Gesamtwertung und Trikotwertungen. Livewetten sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV beschränkt; welche Märkte AdmiralBet in welcher Form anbietet, ist den eigenen Bedingungen zu entnehmen.

Wer einen Anbieter mit deutscher Erlaubnis und Markenhintergrund aus dem stationären Spielgeschäft sucht, ist bei AdmiralBet richtig; im Radsport ist die Plattform solide aufgestellt, ohne sich durch besondere Quotenführerschaft von der Konkurrenz abzuheben. Wer eine andere Marke bevorzugt, findet im Folgenden Alternativen mit eigenem Profil.

ODDSET

ODDSET wird von der ODDSET Sportwetten GmbH betrieben; die Erlaubnis wurde am 18.11.2020 erteilt und am 15.12.2022 verlängert. ODDSET gehört zum Volkswagen-Konzern und ist historisch mit dem stationären Vertrieb verbunden.

Im Radsport öffnet ODDSET Märkte auf die Tour de France und ausgewählte WorldTour-Rennen, dazu Eintagesklassiker. Das Wettprogramm ist konzentriert, nicht breit; wer nicht die Tour de France sucht, ist möglicherweise mit einem anderen Anbieter besser bedient. Die Quoten sind im üblichen Rahmen, ohne dass ODDSET für eine bestimmte Marge bekannt wäre.

Wer einen konservativen Anbieter mit deutscher Erlaubnis und Markenhintergrund sucht, der nicht jeden Trend mitmacht, ist bei ODDSET richtig. Wer auf ein wirklich breites Radsport-Wettprogramm Wert legt – etwa Cyclocross oder Bahnrad –, sollte das eigene Wettprogramm vor der ersten Einzahlung prüfen.

bwin

bwin wird von der bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta betrieben; die Erlaubnis wurde am 09.10.2020 erteilt und am 23.12.2022 verlängert. bwin gehört zu Entain und ist einer der größten europäischen Wettanbieter.

Im Radsport bedient bwin das volle Spektrum: Tour de France mit Etappen, Gesamtwertung und Trikotwertungen, die Frühjahrsklassiker (Lüttich–Bastogne–Lüttich, Paris–Roubaix, Mailand–San Remo), Giro d’Italia und Vuelta. Livewetten sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur auf das Endergebnis und ausgewählte Komponenten zulässig; bwin folgt dieser Vorgabe.

Für Radsport-Tipper mit klarem Fokus auf Tour und Klassiker ist bwin die erste Adresse: breites Wettprogramm, etablierter Marktauftritt, deutscher Support. Wer höhere Margen in Kauf nimmt, um gleichzeitig auf Cyclocross oder Bahnrad wetten zu können, wird hier ebenfalls fündig.

Betway

Betway wird von der Betway Limited betrieben, mit Erlaubnis seit 09.03.2021 und Folgeerlaubnis vom 23.12.2022. Cash-out ist Teil des Angebots: Beim Betway-Cash-out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“, der aktuelle Wert der offenen Wette wird angezeigt; ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Daneben bietet Betway einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, der „Konfigurator+“ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien.

Im Radsport ist Betway weniger breit aufgestellt als bwin, deckt aber Tour de France, Giro und Vuelta sowie ausgewählte Eintagesklassiker ab. Cash-out ist gerade bei Radsport-Wetten interessant: Wer auf einen Etappensieger oder Head-to-Head setzt und die Ausreißergruppe sieht, kann je nach Anbieterentscheidung vorzeitig auswerten.

Für Tipper, die Cash-out bei Radsport-Wetten nutzen wollen, ist Betway eine prüfenswerte Option. Wer ein breiteres Wettprogramm oder höhere Limits sucht, schaut weiter.

MERKUR BETS

MERKUR BETS wird von der Merkur Bets Malta Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta betrieben; die Erlaubnis wurde am 06.11.2023 erteilt. Die Marke baut die Verwurzelung der Merkur-Gruppe aus dem stationären Geschäft in den Online-Markt.

Im Radsport bedient MERKUR BETS die Tour de France und ausgewählte WorldTour-Rennen; ein wirklich breites Wettprogramm ist von der Plattform nicht zu erwarten, die Marke setzt eher auf Kernsportarten. Livewetten folgen den GGL-Vorgaben.

Für Tipper, die einen deutschsprachigen Anbieter mit deutscher Erlaubnis und klarem Marktauftritt ohne überfrachtetes Wettprogramm suchen, ist MERKUR BETS eine Option. Wer Radsport in der ganzen Breite – Eintagesklassiker, Cyclocross, Bahnrad – wetten will, braucht einen anderen Anbieter.

NEO.bet

NEO.bet wird von der Greenvest Betting Limited betrieben, mit Erlaubnis seit 09.10.2020 und Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. NEO.bet versteht sich als Anbieter mit Fokus auf Fußball und die Kernsportarten, ohne das breite Spektrum der ganz Großen.

Im Radsport bedient NEO.bet die Tour de France und ausgewählte WorldTour-Rennen; die Plattform ist für reine Radsport-Fans eher schmal aufgestellt. Livewetten folgen den GGL-Vorgaben.

NEO.bet passt zu Tippern, die gelegentlich auf eine Etappe oder die Gesamtwertung setzen und den Rest des Jahres Fußball oder andere Sportarten wetten. Wer ein wirklich breites Radsport-Wettprogramm sucht, ist hier falsch.

bet365

bet365 wird von der Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta betrieben; die Erlaubnis wurde am 09.10.2020 erteilt und am 27.12.2022 verlängert. bet365 ist weltweit einer der größten Wettanbieter und bringt die entsprechende Breite mit.

Im Radsport ist bet365 ähnlich breit wie bwin: Tour de France mit Etappen, Gesamtwertung, Trikotwertungen, dazu Giro, Vuelta, Eintagesklassiker und WorldTour-Rennen. Livewetten folgen den GGL-Vorgaben; das In-Play-Angebot innerhalb der erlaubten Komponenten ist groß.

Für Radsport-Tipper, die Breite, Quotenniveau und einen etablierten Marktauftritt erwarten, ist bet365 die Konkurrenz zu bwin. Wer beide Anbieter vergleicht, achtet auf das Quotenniveau zum Zeitpunkt des Rennens.

Interwetten

Interwetten wird von der Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta betrieben; die Erlaubnis wurde am 02.11.2020 erteilt und am 27.12.2022 verlängert. Interwetten hat sich über Jahrzehnte einen Namen als Sportwetten-Anbieter gemacht und gehört zu den etablierten Marken in Europa.

Im Radsport deckt Interwetten Tour, Giro, Vuelta und ausgewählte Eintagesklassiker ab, dazu wichtige WorldTour-Etappen. Head-to-Head-Märkte und Trikotwertungen gehören zum Programm; Livewetten folgen den GGL-Vorgaben.

Für Tipper, die einen etablierten, weniger schrillen Anbieter schätzen und ein solides Radsport-Programm erwarten, ist Interwetten eine ruhige Wahl.

Bet3000

Bet3000 wird von der I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta betrieben; die Erlaubnis wurde am 22.04.2026 erteilt – mitten in der laufenden Saison. Bet3000 ist im deutschen Markt bisher vor allem als stationäre Wettkette bekannt.

Im Radsport ist das Online-Wettprogramm im Aufbau. Welche Rennen tatsächlich Märkte öffnen, ist den eigenen Bedingungen zu entnehmen; gerade bei einer frischen Erlaubnis lohnt der Blick ins Programm vor der ersten Einzahlung. Für etablierte Radsport-Tipper ist Bet3000 eine Wette auf einen Anbieter, der sich noch positioniert.

Wer einen ganz neuen Anbieter ausprobieren will, kann Bet3000 prüfen; wer ein eingespieltes Wettprogramm erwartet, ist bei bwin oder bet365 besser aufgehoben.

Wer wo passt

Vergleicht man die zehn Anbieter, fallen drei Profile auf. bwin und bet365 spielen die Breitenkarte: Tour de France mit Etappen, Gesamtwertung und Trikotwertungen, dazu die WorldTour-Rennen und Eintagesklassiker. Quotenniveau ist bei beiden Spitzenklasse, Cash-out verfügbar. Sportwetten.de, AdmiralBet, Interwetten und ODDSET liegen dazwischen: solide, deutsch, mit gutem Programm für die Highlights des Radsport-Kalenders. MERKUR BETS, NEO.bet und Bet3000 sind schmaler aufgestellt, dafür oft mit einem klaren Markenprofil.

Wer einen Anbieter mit besonders klarem Cash-out-Modell sucht, hat bei Betway einen dokumentierten Anlaufpunkt. Wer ein deutsches Markenprofil mit Verwurzelung im stationären Geschäft schätzt, findet es bei AdmiralBet, MERKUR BETS, ODDSET und Bet3000. Wer die ganze Tour mit allen Etappen und Trikotwertungen spielen will, landet bei bwin oder bet365.

Was die Wahl am Ende beeinflusst

Die Quoten entscheiden. Wer viel tippt, vergleicht die Quoten der Etappensieger, der Head-to-Head-Duelle und der Gesamtwertung über mehrere Anbieter hinweg; schon ein paar Hundertstel pro Einheit summieren sich über eine dreiwöchige Tour. Die Wettsteuer verschiebt dieses Bild noch einmal, weil sie bei manchen Anbietern vom Einsatz abgezogen wird und bei anderen nicht.

Die Auszahlungsgeschwindigkeit entscheidet, wenn der erste größere Gewinn kommt. Hier schneiden die etablierten Marken in der Regel besser ab als die neueren. Die Verifizierung beim ersten Auszahlungswunsch dauert je nach Anbieter unterschiedlich lang; wer sich vorab ausweist, spart sich die Wartezeit.

Der Bonus entscheidet mehr, als die Werbung glauben macht. Die meisten Anbieter bieten einen Willkommensbonus an, der an Umsatzbedingungen geknüpft ist. Wer den Bonus mitnimmt, sollte die Bedingungen lesen: Mindestquote, Umsatzfaktor, Frist. Im Radsport, wo die Wetten zwischen den Etappen oft klein sind, ist die Frage, ob der Bonus mit den eigenen Wetten überhaupt freigespielt werden kann, wichtiger als der Bonus selbst.

Was die Seite nicht lösen kann

Welcher Anbieter die beste Quote auf den Etappensieger der dritten Etappe hat, lässt sich von hier aus nicht sagen. Quoten ändern sich bis zum Rennbeginn und während des Rennens; die Marge ist eine Durchschnittsgröße, der Tagespreis schwankt. Wer ernsthaft vergleicht, öffnet vor dem Rennen drei oder vier Plattformen nebeneinander und liest die Quoten, die der eigene Renntag dann tatsächlich trägt.

Häufige Fragen

Wie wettet man auf Radsport, und bei welchen Anbietern ist das in Deutschland erlaubt?

In Deutschland darf nur wetten, wer 18 oder älter ist, ein Konto bei einem Anbieter mit GGL-Erlaubnis besitzt und das zentrale Monatslimit von 1.000 € einhält. Auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder stehen aktuell 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis; zehn davon sind im Vergleich dieser Seite aufgeführt. Wetten ohne diese Erlaubnis sind unerlaubtes Glücksspiel und ohne OASIS-Schutz.

Welche Wettarten gibt es bei der Tour de France, etwa Etappensieger, Gesamtsieger oder Trikotwertungen?

Die wichtigsten Märkte sind Etappensieger (pro Etappe), Gesamtsieger der Tour (Gelbes Trikot), Bergwertung (Gepunktetes Trikot), Punktewertung (Grünes Trikot) und Nachwuchswertung (Weißes Trikot). Daneben gibt es Head-to-Head-Duelle, bei denen zwei Fahrer gegeneinander antreten, und bei vielen Anbietern Top-3- oder Podiumswetten. Livewetten sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur auf das Endergebnis und ähnlich seltene Komponenten zulässig.

Welche Livewetten sind bei einem laufenden Radrennen in Deutschland zulässig, und wie funktioniert Cash-out?

Zugelassen sind Livewetten auf das Rennergebnis und auf wenige ausgewählte Komponenten wie den Etappensieg; der nächste Angriff oder das nächste Zwischensprint-Ereignis fällt nicht darunter. Cash-out ist keine gesetzliche Funktion, sondern eine Anbieterfunktion: Der Wettanbieter rechnet die offene Wette zu einem selbst festgelegten Kurs vorzeitig ab, was dem Spieler Gewinn sichert oder Verlust begrenzt. Bei Betway erscheint das grüne Cash-out-Symbol unter „Meine Wetten“.

Wie berechnet sich die Auszahlung bei einer Gesamtsieg-Wette mit der Quote 8,00 und 5 € Einsatz?

Bei Quote 8,00 und 5 € Einsatz beträgt die Bruttoauszahlung 40 €; 5 € Einsatz × 8,00 = 40 €. Wird die Wettsteuer vom Gewinn abgezogen, bleiben 38,15 €; bei 5,3 % auf 35 € Gewinn verbleiben 37,90 €, je nach Anbieter. Ohne Wettsteuerabzug zahlt der Anbieter 40 € aus, sofern er die Steuer selbst trägt. Der effektive Verlust durch die Steuer liegt in der Größenordnung von 4-5 %.

Was zeigt die GGL-Whitelist, und warum sind OASIS und das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat für Radsport-Wetten relevant?

Die GGL-Whitelist führt alle Anbieter, denen die Behörde eine Sportwetten-Erlaubnis ausgestellt hat – aktuell 27 Inhaber, davon zehn in diesem Vergleich. OASIS ist die bundesweite Sperrdatei, in der sich Spieler selbst aussperren lassen können; eine Sperre gilt sofort und über alle Anbieter hinweg. Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat wird über die Limitdatei LUGAS durchgesetzt und gilt kumulativ – wer bei drei Anbietern spielt, darf nur insgesamt 1.000 € einzahlen.

Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf Quoten bei Radsport aus?

Die Wettsteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus der Steuer selbst“, also effektiv rund 5,03 % des ausgezahlten Einsatzes, und wird vom Veranstalter geschuldet, also vom Anbieter. Der Anbieter entscheidet, ob er die Steuer vom Einsatz abzieht, vom Gewinn abzieht oder selbst trägt; das ist auf der AGB-Seite des Anbieters zu lesen. Im Radsport schmälert die Steuer den Auszahlungsbetrag je nach Ausgestaltung um etwa 4-5 % des Nettogewinns; wer viele kleine Wetten auf Etappensieger platziert, spürt die Steuer weniger als ein Tipper mit wenigen großen Wetten.

Inhalt erstellt vom Team «buchmacherbonus»