EM-Wettanbieter 2026: Wer in Deutschland auf die EURO wetten darf
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Stand: Oktober 18, 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.

Eine Europameisterschaft 2026 gibt es nicht. Das Turnier im Kalender heißt EURO 2024 (Deutschland, 14. Juni bis 14. Juli 2024, Spanien besiegte England im Finale mit 2:1) und EURO 2028 (England, Schottland, Wales und Irland, 9. Juni bis 9. Juli 2028, Eröffnung in Cardiff, Finale in Wembley). Wer in Deutschland auf eine EM wetten will, kann das nur bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis – und das ist in 2026 eine sehr kurze Liste, deren oberste Bedingung nicht Bonus oder Quote heißt, sondern die Eintragung auf der GGL-Whitelist. Wer dort nicht steht, fällt unter unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Die folgende Übersicht sortiert die Anbieter nach diesem Kriterium, erklärt die Regeln, die jede Wette begleiten, und rechnet vor, was der Markt tatsächlich kostet.
Prognosen und Strategie: warum kein Tipp die Quote schlägt
Eine Wettprognose ist eine Lesart von Formkurve, Statistik und Kader – nicht mehr. Wer vor der EURO 2024 Spanien, England, Frankreich oder Deutschland auf dem Zettel hatte, las jeweils einen Favoriten, dessen Quote irgendwo zwischen 5,0 und 8,0 lag. Wer Geld auf einen Außenseiter setzte, tat das, weil die Quote den Risikoaufschlag enthielt, nicht weil das Wissen um den Außenseiter größer war. Der Wettmarkt bildet Erwartungen ab; eine einzelne Prognose ist kein Wissensvorsprung, sondern eine Position in einem verteilten Markt.

Drei Bausteine tragen eine seriöse Turnierprognose: die Form der Mannschaft in den letzten zwölf Monaten, der Kader für genau dieses Turnier und das Los der Gruppe. Verletzungen, Sperren und Formtiefs in der entscheidenden Vorbereitung verschieben die Quote binnen Stunden. Wer das ignoriert, wettet gegen den Markt, ohne es zu merken. Cristiano Ronaldos Rekord von 14 EM-Toren ist Statistik, keine Vorhersage für 2028 – bei der letzten Endrunde gehörte er mit fünf Toren zu den auffälligen Turnierspielern, vorherzusagen, dass er in zwei Jahren erneut trifft, sagt die Zahl nicht.
Die Grenze jeder Vorhersage: kein Modell rechnet das Verletzungspech einer Mannschaft heraus, kein Statistikbogen sieht den Platzverweis in der 30. Minute, kein Tippkönig erklärt das Elfmeterschießen. Wer eine Quote liest, liest die aggregierte Erwartung von sehr vielen Marktteilnehmern. Das macht die Quote nicht zur Wahrheit, aber zur besten Annäherung an sie, die einem außenstehenden Beobachter zur Verfügung steht. Die zweite Grenze ist das Budget: Wer auf fünf Spiele einer Gruppe 50 € setzt, hat 50 € riskiert – ob die Auswahl „intelligent“ war, zeigt erst das Ergebnis, und das Ergebnis hat keine Meinung zur Intelligenz. Das Budget ist die einzige Größe, die der Wettende selbst bestimmt. Disziplin, nicht Tippgénie, entscheidet am Ende über den Saldo.
Vom Tipp zur Wette: Wer seine Auswahl getroffen hat, steht vor der Quote, dem Einsatz und der Frage, ob der Wettanbieter überhaupt eine Erlaubnis für diese Wette hat. Genau an dieser Stelle hört die Strategie auf, und die Rechtslage fängt an.
Wettarten und Quoten: Siegwette, Torschütze, Gruppenwette – und die Marge in jeder Zahl
Die drei Wettformen, die auf eine EM am häufigsten abgeschlossen werden, sind die Einzelwette auf das Ergebnis eines Spiels, die Kombiwette über mehrere Begegnungen und die Turnierwette auf den Sieger, den Torschützenkönig oder das Weiterkommen einer Gruppe. Jede dieser Wetten hat eine Quote, und in jeder Quote steckt eine Marge. Die Marge ist der Anteil, den der Wettanbieter vom Umsatz einbehält – das, was am Ende nicht als Gewinn ausgeschüttet wird. Wer Quote und Marge nicht trennt, sieht nur den möglichen Gewinn, nicht den Preis, den er dafür zahlt.
Wie die Marge eine Quote auflädt
Die Rechnung ist einfach, und sie lohnt sich. Nehmen wir ein illustratives 1X2-Markt mit Heimsieg 2,10, Unentschieden 3,40 und Auswärtssieg 3,60 – ein Beispiel, kein notierter Preis. Die Auszahlungsquote berechnet sich als Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller Quoten: 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60). Das ergibt etwa 0,941, also eine Auszahlungsquote von rund 94,1 %. Die Marge ist die Differenz zu 100 %, in diesem Fall etwa 5,9 %. Das ist die Größenordnung, in der sich die Anbieter auf den klassischen Drei-Wege-Märkten bewegen – kein Wert, der auf einen Anbieter festgeschrieben ist, sondern eine Bandbreite, die je nach Spiel und Markt schwankt. Die Torschützen- und Gruppensieger-Märkte liegen in der Regel höher, weil dort mehr Ausgänge abgedeckt werden müssen und die Buchmacher jedes Ergebnis mit Risiko bepreisen.
Wer eine Quote sieht, sieht diesen Aufschlag bereits eingerechnet – eine „faire“ Quote wäre etwas höher als das, was der Wettanbieter anzeigt. Die Marge ist also keine versteckte Gebühr, die der Anbieter am Ende abzieht, sondern ein integraler Bestandteil jeder einzelnen Zahl. Ein Wettender, der zehn Mal zu Quote 2,00 antritt, hat – ohne jeden Buchungsfehler – rund 5 % seines Umsatzes an den Anbieter abgegeben, allein über die Marge. Das ist der Preis des Spiels.
Die drei Wettformen in der Praxis
Die Einzelwette ist am leichtesten zu lesen, weil sie nur ein Ergebnis trifft. Die Kombiwette multipliziert die Quoten – wer drei Begegnungen bei 1,80, 2,20 und 1,95 kombiniert, spielt um die 7,72, riskiert aber den Verlust, sobald nur eines der drei Spiele anders ausgeht. Die Turnierwette auf den Sieger, den Gruppensieger oder den Torschützenkönig ist die Wette mit der höchsten Quote und der geringsten Wahrscheinlichkeit; Spanien lag vor der EM 2024 bei einer Siegquote von rund 6,0, Cristiano Ronaldo lag vor Turnieren regelmäßig jenseits der 30,0. Wer auf den Außenseiter der Gruppe setzt, akzeptiert eine niedrige Eintrittswahrscheinlichkeit gegen eine hohe Auszahlung.
Was der Markt für die Wette verlangt, ist die Marge. Welche Wette sinnvoll ist, hängt vom Wissen und vom Budget ab – nicht von der Quote allein. Wer drei Spiele sicher sieht, kann sie kombinieren und nimmt das zusätzliche Risiko in Kauf. Wer sich bei einem Spiel unsicher ist, lässt es als Einzelwette stehen. Die Quote ist die Belohnung; die Marge ist der Preis.
Die EURO als Turnier: Spielplan 2024, Ausblick 2028
Die EURO 2024 war die erste Endrunde mit 24 Mannschaften, die in Deutschland ausgetragen wurde. Sechs Vierergruppen, 51 Spiele, Eröffnung in München, Finale in Berlin – Spanien besiegte England am 14. Juli 2024 mit 2:1 und holte den vierten Titel. Sechs Spieler erzielten je drei Tore (Cody Gakpo, Harry Kane, Georges Mikautadze, Jamal Musiala, Dani Olmo und Ivan Schranz), die Gesamtbilanz der Zuschauer belief sich auf 2.681.288. Diese Zahlen stehen fest; sie sind die Referenz, an der jede neue Wette auf eine EURO gemessen wird.
Die nächste Endrunde heißt EURO 2028 und wird zwischen 9. Juni und 9. Juli 2028 in England, Schottland, Wales und Irland ausgetragen. Eröffnungsspiel ist in Cardiff, Finale in Wembley. Sechs Vierergruppen, Achtelfinale (24. bis 27. Juni), Viertelfinale (30. Juni und 1. Juli), Halbfinale (4. und 5. Juli), Finale am 9. Juli 2028. Ein Spiel um Platz drei gibt es nicht. Die Qualifikation beginnt mit dem Lostopf am 6. Dezember 2026 in Belfast – zwölf Gruppen, die zwölf Gruppensieger und die acht besten Gruppenzweiten sind direkt qualifiziert.
Formatlich hat sich seit 2016 wenig geändert. Die erste Europameisterschaft fand 1960 statt, seit 2016 spielen 24 Mannschaften, davor waren es von 1996 bis 2012 sechzehn. Rekordsieger ist Spanien mit vier Titeln, Deutschland gewann 1972, 1980 und 1996. Rekordtorschütze ist Cristiano Ronaldo mit 14 EM-Toren. Die UEFA richtet das Turnier aus, im Vier-Jahres-Rhythmus.
Diese Daten sind die Grundlage, auf der jede Wettlinie geschrieben wird. Wer auf den Sieger der EM 2028 setzt, wettet auf ein Ereignis, dessen Qualifikation in zwölf Gruppen noch läuft – die Quote auf Spanien, England oder Frankreich spiegelt eine Erwartung, kein Ergebnis. Wer auf den Torschützenkönig setzt, wettet auf eine einzelne Spielerleistung über maximal sieben Spiele. Wer auf das Weiterkommen einer Mannschaft in der K.-o.-Phase setzt, braucht das spezifische Achtelfinal-Los. All das ergibt sich aus dem Spielplan, der wiederum die Marge und das Wettangebot eines Anbieters strukturiert.
Ranking: zehn EM-Wettanbieter mit deutscher Erlaubnis
Die folgende Tabelle ordnet zehn Anbieter, deren Sportwetten-Domain auf der GGL-Whitelist vom 2. Oktober 2026 steht. Sortiert nach Alphabet, nicht nach Empfehlung – das Ranking wird auf der Seite erklärt, nicht in der Tabelle. Die Spalten nennen den Inhaber der Erlaubnis, wie ihn die Whitelist führt, und das Datum der ersten Sportwetten-Erlaubnis.
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status | Inhaber der Erlaubnis | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| AdmiralBet | Whitelist, Sportwetten | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| bet-at-home | Whitelist, Sportwetten | Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
| Betway | Whitelist, Sportwetten | Betway Limited | 09.03.2021 |
| bpremium | Whitelist, Sportwetten | Ladbrokes (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| bwin | Whitelist, Sportwetten | bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| MERKUR BETS | Whitelist, Sportwetten | Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
| NEO.bet | Whitelist, Sportwetten | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| ODDSET | Whitelist, Sportwetten | ODDSET Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| Sportingbet | Whitelist, Sportwetten | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| VBet | Whitelist, Sportwetten | SCGO Limited | 05.12.2023 |
Die Tabelle zeigt die formale Seite. Die Whitelist trägt für einige Inhaber zusätzlich eine Folgeerlaubnis, für andere nur die erste Genehmigung – die Tabelle hält sich an die Ersterlaubnis, weil sie die längste Gültigkeitsphase hat. Wichtig ist: Eine Eintragung gilt nur für die Domain, die die Whitelist nennt. Ein Inhaber kann auf der Whitelist stehen und mit einer anderen Domain Sportwetten anbieten – die ist dann nicht erlaubt. Das gilt auch für die Konzernschwestern im Casino- oder Pokerbereich: Eine Casinoerlaubnis deckt keine Sportwette, eine Pokererlaubnis ebenso wenig. Die Whitelist ist die einzige Quelle, an der sich diese Frage entscheidet, und sie führt pro Eintrag genau eine Sportwetten-Domain.
Die Frage, die diese Tabelle nicht beantwortet, ist die nach dem Wettprogramm: Welcher Anbieter zeigt die EM-Spiele mit welcher Tiefe? Welcher Anbieter bietet den Torschützenkönig als Langzeitwette an, welcher die Gruppe als Ganzes, welcher nur das einzelne Spiel? Diese Information steht im Wettangebot des Anbieters, nicht auf der Whitelist. Wer auf den Torschützenkönig der EM 2028 wettet, schaut am Tag des Eröffnungsspiels ins Programm – nicht in die Lizenzliste.
Die Rechtslage in Deutschland: was die Whitelist regelt und was nicht
Seit dem 1. Juli 2021 gilt der Glücksspielstaatsvertrag 2021. Er überträgt die Aufsicht über Sportwetten im Internet der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale). Die GGL erteilt die Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV und führt die Aufsicht; die Steuer ist Sache des Finanzamts, nicht der GGL. Die Whitelist nach § 9 Abs. 8 ist das einzige amtliche Verzeichnis, das die Erlaubnis dokumentiert – die GGL führt sie online, sie ist frei zugänglich und wird regelmäßig aktualisiert. Wer auf der Whitelist steht, hat eine gültige Erlaubnis; wer nicht dort steht, hat keine.

Die Erlaubnis gilt nur für die Domain, die unter dem Eintrag steht. Die Whitelist vom 2. Oktober 2026 listet 30 Einträge – 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, sowie drei Inhaber, die ausschließlich Pferdewetten anbieten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain – aber eine .de-Domain allein beweist nichts. Auch ein Anbieter mit .de-Domain kann unerlaubt sein, wenn er nicht in der Whitelist steht. Umgekehrt schließt eine Whitelist-Eintragung bestimmte Wettformen aus: Die Erlaubnis deckt nur Wetten, die das GGL-Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5 GlüStV vorsieht. Live-Wetten sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV während eines laufenden Spiels nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor (beim Fußball), den nächsten Satz (beim Tennis) oder ähnliche Komponenten in Sportarten mit seltenen Ereignissen zulässig – einzelne Spielstände, nächster Punkt im Tennis, nächster Korb im Basketball sind ausgeschlossen. Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren (in der GGL-Praxis: Fußball unterhalb der 3. Liga), manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sind nicht erlaubt. E-Sport-Wetten sind nach GGL-Aussage nicht möglich – E-Sport wird nicht als Sport anerkannt.
Was die Erlaubnis dem Spieler bringt
Die deutsche Erlaubnis bringt drei konkrete Schutzmechanismen. Erstens: die Anbindung an OASIS, das zentrale Sperrsystem nach §§ 8, 8a GlüStV. OASIS wird bei Registrierung und Login abgefragt; eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Zweitens: das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV – 1.000 € pro Kalendermonat, Anbieter übergreifend, technisch durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Eine Erhöhung ist nur mit nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit möglich und greift frühestens nach sieben Tagen; eine Senkung gilt sofort. Drittens: die Aktivitätsdatei (LUGAS), die paralleles Spielen bei mehreren Anbietern verbietet (§ 6h GlüStV). Offshore-Anbieter sind an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen – wer dort spielt, hat keinen dieser Mechanismen.
Eine Erlaubnis schützt nicht vor Verlusten und nicht vor schlechten Quoten. Sie verlangt vom Anbieter die Spielersperre, das Limit und die Aktivitätskontrolle – das ist die Idee des Staatsvertrags, und sie funktioniert nur, solange der Anbieter sich an die Regeln hält. Die GGL kann Verstöße mit Bußgeldern ahnden; in schweren Fällen entzieht sie die Erlaubnis. Der Spieler bekommt im Streitfall einen deutschen Ansprechpartner, nicht nur eine Hotline in Malta.
Der Streit um die Rückzahlung: BGH und EuGH
Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis gewettet und verloren hat, kann vor deutschen Zivilgerichten die Rückzahlung der Einsätze verlangen – diese Linie ist nicht neu. Am 25. Juli 2024 hat der Bundesgerichtshof dem Europäischen Gerichtshof die Frage vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit einer Rückzahlungspflicht entgegensteht (Az. I ZR 90/23). Der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € für Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018. Am 19. März 2026 hat der EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou in seinen Schlussanträgen (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich gehalten, dass unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet werden – mit einer Ausnahme: Wenn die Aufsichtsbehörde zugesichert hat, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen, entfällt dieser Anspruch. Wie der EuGH in der Hauptsache entscheidet, ist offen; eine Garantie auf Rückzahlung gibt es nicht. Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis wettet, sollte sich nicht auf laufende Verfahren verlassen.
Verantwortungsvolles Wetten: Limits, Sperre und Hilfsangebote
Die deutsche Regulierung setzt die Spielersperre und das Einzahlungslimit als zentrale Schutzmechanismen. Wer sich bei einem Anbieter auf der Whitelist registriert, wird bei OASIS abgefragt – ist die Person gesperrt, ist die Registrierung nicht möglich. Wer sich selbst sperren will, kann das bei jedem Anbieter tun, der die Sperre an OASIS meldet; sie gilt dann für alle Whitelist-Anbieter. Die Mindestdauer beträgt drei Monate, wenn eine Frist angegeben wird, sonst ein Jahr. Eine Aufhebung ist nur nach Ablauf der Frist und nur auf Antrag möglich.
Das Einzahlungslimit ist 1.000 € pro Kalendermonat, Anbieter übergreifend. Es gilt nicht pro Anbieter, sondern insgesamt: Wer im Monat 600 € bei Anbieter A eingezahlt hat, kann bei Anbieter B nur noch 400 € einzahlen, und die Buchung läuft über die LUGAS-Limitdatei. Eine Erhöhung ist nur auf Antrag und mit nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit möglich – eine Selbsterklärung reicht nicht. Die Erhöhung greift frühestens nach sieben Tagen. Eine Senkung gilt sofort. Die Logik dahinter: Wer viel Geld für Sportwetten ausgibt, soll das nicht durch die Anbieter im Hintergrund tun.
Wer kurzfristig eine Pause braucht, kann den Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV drücken – eine 24-Stunden-Sperre, die sofort greift und nicht aufgehoben werden kann. Wer eine längere Pause braucht, sperrt sich über OASIS. Wer bemerkt, dass das Wetten außer Kontrolle gerät, findet Hilfe bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und deren Angebot „Check dein Spiel“. Die bundesweite Telefonberatung ist unter 0800 1 37 27 00 erreichbar; die Online-Beratung läuft über check-dein-spiel.de. Beide Angebote sind kostenlos und anonym.
Was die Regulierung nicht kann: Sie kann das Wetten nicht verbieten, ohne den Schwarzmarkt zu stärken, und sie kann einem Spieler die Selbstkontrolle nicht abnehmen. Sie setzt die Leitplanken – Limit, Sperre, Volljährigkeit, Eigenname des Zahlungskontos – und überlässt den Rest dem Spieler.
Bonus und Freiwette: was die Werbung verschweigt
Wer bei einem Anbieter auf der Whitelist ein Konto eröffnet, sieht als Erstes ein Willkommensangebot. „100 % Bonus“ heißt in der Regel: Der Anbieter verdoppelt die erste Einzahlung bis zu einer bestimmten Grenze. „Gratiswette“ oder „Freiwette“ heißt: Der Anbieter schenkt dem Kunden eine Wette, deren Einsatz er nicht zurückerhält, wenn sie gewinnt. Beide Formen haben Bedingungen, die in den AGB stehen und über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.
Die wichtigsten Bedingungen sind die Umsatzbedingung, die Mindestquote und die Frist. Die Umsatzbedingung sagt, wie oft der Bonus oder der Bonus plus Einzahlung umgesetzt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist. Ein Bonus von 100 € mit fünffachem Umsatz bedeutet 500 € Umsatz – das sind, bei einer Mindestquote von 1,80, etwa 278 Wetten à 1,80 €, was die meisten Spieler unterschätzen. Die Mindestquote schließt aus, dass der Spieler den Umsatz mit sicheren Wetten erfüllt; eine Quote von 1,50 wäre nicht erlaubt, weil sie dem Anbieter zu wenig Marge ließe. Die Frist legt fest, in welchem Zeitraum der Umsatz erfüllt sein muss – wer zu lange wartet, verliert den Bonus und die mit ihm erzielten Gewinne.
Was die Werbung verschweigt, ist der Punkt, an dem die meisten Bonusangebote ihren Wert verlieren: Die Sportwettensteuer von 5,3 % auf den um die Steuer selbst verminderten Einsatz (rund 5,03 % des eingezahlten Betrags) wird vom Anbieter getragen oder an den Spieler weitergegeben, je nach Geschäftsmodell. Bei Kombiwetten, auf die der Anbieter die Steuer umlegt, schmälert die Steuer den Gewinn direkt. Hinzu kommt die Marge, die in jeder Quote steckt – ein Bonus, der innerhalb einer Woche mit Mindestquote 1,80 umgesetzt werden muss, kostet den Spieler bei typischer Marge zwischen 4 % und 6 % des Umsatzes allein über die Quote. Wer den Bonus nimmt, wettet gegen die Marge – und die Marge gewinnt statistisch.
Die Frage, die sich ein Spieler vor der Annahme eines Bonus stellen sollte, ist nicht: „Wie viel Geld schenkt mir der Anbieter?“ Sondern: „Wie viel Umsatz muss ich leisten, welche Mindestquote gilt, und wie viel Prozent meines Umsatzes verliere ich an die Marge?“ Wer diese Rechnung durchgeht, sieht den Bonus anders.
Mobile Wetten: App, Anmeldung, Einzahlung
Wer auf die EM 2028 wetten will, wird viele Spiele unterwegs sehen – im Stadion, im Biergarten, vor dem Fernseher bei Freunden. Eine Wett-App gehört für die meisten Spieler dazu, und die Anbieter auf der Whitelist bieten sie alle an, nativ für iOS und Android oder als mobile Webseite.
Der Funktionsumfang unterscheidet sich: Die einen bieten einen vollständigen Wettschein inklusive Live-Wetten, Cash-Out und Konfigurator, die anderen beschränken sich auf Einzelwetten und das Wesentliche. Wer Konfigurator+ sucht – also die Möglichkeit, Auswahlen aus verschiedenen Spielen zu kombinieren, wie es Sportingbet und Betway anbieten – sollte vor der Installation prüfen, ob die App diese Funktion auch enthält. Nicht jede mobile Version spiegelt die Desktop-Version vollständig.
Die Anmeldung läuft über das gleiche Verfahren wie am Desktop: vollständige Verifikation nach § 6a GlüStV, eigenes Zahlungskonto auf den Namen des Spielers, ein Konto pro Anbieter. Vor der Verifikation gilt eine 72-Stunden-Frist, in der gespielt werden darf, mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlung. Wer innerhalb dieser Frist auszahlen will, muss die Verifikation abschließen.
Die Einzahlung in der App folgt den gleichen Regeln wie am Desktop: nur Zahlungsmittel, die auf den Namen des Spielers laufen, keine anonymen Methoden. Kreditkarte, Banküberweisung, Sofortüberweisung, PayPal und einige E-Wallets sind Standard; Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten sind ausgeschlossen. Die App unterscheidet sich hier nicht von der Website, weil das Limit und der Eigenname des Kontos regulatorisch vorgegeben sind.
Was die App kann und was nicht, hängt vom Anbieter ab. Wer auf einen Konfigurator, auf Live-Statistiken, auf Push-Benachrichtigungen bei Toren oder auf einen schnellen Cash-Out Wert legt, sollte vor der Anmeldung einen Blick in den App Store oder auf die Website des Anbieters werfen. Die Bewertungen und die Liste der Funktionen sind dort verzeichnet.
Live-Wetten und Cash-Out: was während des Spiels erlaubt ist
Live-Wetten auf eine EM sind ein eigenes Thema. § 21 Abs. 4 GlüStV erlaubt sie während eines laufenden Spiels nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor (Fußball), den nächsten Satz (Tennis) oder eine ähnliche Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Was das bedeutet: Eine Wette auf den nächsten Punkt im Tennis ist nicht erlaubt, eine Wette auf den nächsten Korb im Basketball ebenso wenig. Beim Fußball bleibt es bei „nächstes Tor“ – sobald das Spiel läuft, ist das die einzige Komponente, auf die gewettet werden darf.
Was die GGL nicht regelt, ist der Cash-Out. Cash-Out ist eine Funktion des Anbieters, kein gesetzlich vorgeschriebenes Feature. Wer seine Wette vor dem Ende des Spiels auszahlen lässt, bekommt den Betrag, den der Anbieter in diesem Moment anbietet – nicht den vollen Gewinn, den die Wette bei Spielende eingebracht hätte. Der Wert der Wette wird im Wettkonto angezeigt, der Spieler entscheidet, ob er den vollen Betrag oder einen Teil nimmt. Betway etwa zeigt das grüne Cash-Out-Symbol unter „Meine Wetten“.
Was Cash-Out kostet, ist die Spanne zwischen dem fairen Wert der Wette und dem, was der Anbieter anbietet. Diese Spanne ist nicht offengelegt; sie ist Teil des Geschäftsmodells. Wer vor dem Spielstand 1:0 seine Wette auf Spanien cashed out, nimmt weniger als den potenziellen Gewinn bei Spielende – und weniger, als wenn er die Wette laufen ließe und Spanien tatsächlich gewänne. Die Funktion ist eine Versicherung gegen den späten Ausgleich, kein Geschenk des Anbieters.
Wer auf eine EM 2028 live wettet, sollte zwei Dinge im Kopf behalten: Erstens, das Wettprogramm ist enger als auf vielen anderen Märkten – nur Endergebnis und nächste Komponente, nicht einzelne Spielstände. Zweitens, Cash-Out ist eine Komfortfunktion mit eingebauter Marge. Wer beides versteht, wettet nicht gegen die Mechanik, sondern mit ihr.
Anbieter im Detail
Die folgenden zehn Anbieter stehen mit ihrer Sportwetten-Domain auf der GGL-Whitelist vom 2. Oktober 2026. Jeder Eintrag nennt den Inhaber, das Datum der Ersterlaubnis und die Information, die für die EM-Wette konkret zählt – sei es das Wettprogramm, der Cash-Out, die App oder die Sponsoring-Aktivität. Was die Anbieter im Bonus oder in der Aktion bieten, wird hier qualitativ beschrieben; konkrete Codes oder laufende Aktionen sind Sache der Anbieter-Website zum Zeitpunkt der Anmeldung.
AdmiralBet
Auf der Whitelist führt die GGL für Admiralbet die Greentube Betting Malta Limited als Betreiberin, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024. Eine zusätzliche Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht seit dem 28.09.2022. Die Marke gehört zur österreichischen Novomatic-Gruppe und ist in Deutschland über ihre Malta-Tochter lizenziert. Das Wettprogramm umfasst die üblichen Sportarten, mit Fußball als Schwerpunkt; Live-Wetten und Cash-Out sind im Programm vorgesehen. Für die EM 2028 ist der Anbieter formal bereit, die Frage, wie tief das Turnierprogramm ausfällt, beantwortet das Wettangebot zum Turnierstart.
bet-at-home
Die Bet-at-home.com Internet Limited ist auf der Whitelist für Bet-at-home eingetragen, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 02.11.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022 sowie einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28.12.2022. Das Wettprogramm ist breit, mit Langzeitwetten auf Turniersieger und Torschützenkönig, und der Anbieter ist seit Jahren im deutschen Markt präsent. Die Frage, die sich bei der Anmeldung stellt, ist die nach der aktuellen Bonusstruktur – die Willkommensangebote ändern sich häufig, und was im einen Monat gilt, ist im nächsten möglicherweise schon anders.
Betway
Die Betway Limited ist Inhaberin der Sportwetten-Erlaubnis für Betway; die Whitelist nennt eine erste Erlaubnis vom 09.03.2021 und eine Folgeerlaubnis vom 23.12.2022. In der App bietet Betway einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien. Der Cash-Out wird unter „Meine Wetten“ mit einem grünen Symbol angezeigt; der Spieler kann den gesamten Betrag oder einen Teil auszahlen lassen. Für die EM ist Betway damit für Spieler interessant, die Konfigurator-Funktionen und einen zuverlässigen Cash-Out suchen. Welche Tiefe das EM-Programm erreicht, hängt vom Anbieter ab und ist im Wettangebot zum Turnier einzusehen.
bpremium
Hinter Bpremium steht die Ladbrokes (Deutschland) Ltd mit Sitz in Unit 6, St Business Centre, 120 The Strand, Gzira, Malta, Registernummer C92799 (Nutzungsbedingungen, Fassung vom 3. April 2023). Die Whitelist-Erlaubnis besteht seit dem 09.10.2020 mit einer Folgeerlaubnis vom 21.12.2022. Die Marke gehört zur Entain-Gruppe und ist mit dem britischen Ladbrokes-Erbe verbunden. Für die EM-Wette ist der Anbieter eine Option für Spieler, die einen klassischen Wettanbieter mit langer Historie suchen. Welche Aktionen zum Turnierstart laufen, steht auf der Anbieter-Website.
bwin
Die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta, ist auf der Whitelist für Bwin eingetragen, mit einer Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 23.12.2022. Bwin gehört zur Entain-Gruppe und ist einer der bekanntesten Marken im deutschen Wettmarkt. Das Wettprogramm ist breit, Live-Wetten und Cash-Out sind Standard, und die App deckt den vollen Funktionsumfang ab. Für die EM 2028 ist bwin eine der ersten Adressen, wenn ein umfassendes Wettprogramm mit Tiefe gesucht wird. Welche Aktionen laufen, entscheidet der Anbieter zum Turnierstart.
MERKUR BETS
Die Merkur Bets Malta Limited mit Sitz in Level 3, St Julians Business Centre, Triq Elija Zammit, STJ 3155, St. Julian’s, Malta, ist Inhaberin der Erlaubnis für MERKUR BETS, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 06.11.2023. Die Marke gehört zur Gauselmann-Gruppe und ist über die Spielhallen in Deutschland bekannt; der Einstieg in die Online-Sportwette kam später als bei anderen Anbietern. Für die EM ist MERKUR BETS eine Option für Spieler, die einen Anbieter mit deutscher Mutter suchen, auch wenn die Sportwetten-Erlaubnis über die Malta-Tochter läuft. Das Wettprogramm ist im Aufbau, die Tiefe zur EM 2028 hängt vom Anbieter ab.
NEO.bet
Die Greenvest Betting Limited ist auf der Whitelist für NEO.bet eingetragen, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. NEO.bet positioniert sich als Anbieter mit hohem Quotenniveau und niedriger Marge – die Werbung hebt regelmäßig die „besten Quoten“ hervor, ohne dass die Aussage in jedem Markt geprüft ist. Eine Odoxa-Studie, auf die Winamax im Footer verweist, nennt für den Zeitraum 01.04.2025 bis 30.08.2025 eine Platzierung in 45 % der untersuchten Spiele auf Platz eins, bezieht sich aber auf Winamax und nicht auf NEO.bet. Für die EM-Wette bleibt das Quotenniveau ein Argument, das der Spieler im aktuellen Wettangebot nachprüft.
ODDSET
Die ODDSET Sportwetten GmbH erhielt mit Bescheid des Regierungspräsidiums Darmstadt vom 15.12.2022 die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb; die GGL führt die Erlaubnis seit dem 18.11.2020. Aufsichtsbehörde ist die GGL in Halle (Saale). ODDSET ist die traditionsreiche deutsche Marke, die früher über die Lotto-Annahmestellen lief und inzwischen als Online-Wettanbieter mit eigener Domain auftritt. Für Spieler, die einen Anbieter mit deutscher Verwurzelung und klarer Aufsichtsstruktur suchen, ist ODDSET die naheliegende Wahl. Die Frage, wie tief das EM-Programm ausfällt, beantwortet das Wettangebot.
Sportingbet
Die Sportingbet (Deutschland) Limited ist Inhaberin der Erlaubnis für Sportingbet, mit einer Whitelist-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 21.12.2022. Das Wettangebot umfasst einen „Konfigurator+“, der Auswahlen aus verschiedenen Spielen kombiniert, sowie Live-Wetten. Zu den Sportarten zählen Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Für die EM ist Sportingbet eine Option für Spieler, die einen breiten Wettmarkt und Konfigurator-Funktionen schätzen. Die genauen Aktionen zum Turnierstart legt der Anbieter fest.
VBet
Die SCGO Limited mit Sitz im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso, STJ 4010, St. Julian’s, Malta, ist Inhaberin der Erlaubnis für Vbet, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 05.12.2023. VBet ist eine Marke mit osteuropäischer Herkunft, die in Deutschland über die Malta-Tochter lizenziert ist. Das Wettprogramm ist breit, mit Fußball als Schwerpunkt; für die EM 2028 hängt die Tiefe des Programms vom Anbieter ab und ist im Wettangebot zum Turnier einzusehen. VBet ist eine Option für Spieler, die einen Anbieter mit Schwerpunkt auf Fußball und ein breites Wettangebot suchen.
Häufige Fragen zur EM-Wette in Deutschland
Welche Wettanbieter dürfen in Deutschland legal auf die EM wetten?
Nur Anbieter, deren Sportwetten-Domain auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) steht. Die Whitelist ist nach § 9 Abs. 8 GlüStV das einzige amtliche Verzeichnis und wird regelmäßig aktualisiert. Stand 2. Oktober 2026 listet sie 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis; jede Domain ist eine .de-Domain, aber nicht jede .de-Domain ist erlaubt. Eine Erlaubnis deckt nur die eingetragene Domain.
Wie prüfe ich auf der GGL-Whitelist, ob ein Anbieter erlaubt ist?
Die Whitelist steht auf der Website der GGL und ist nach Anbieternamen sortiert. Wer einen Anbieter prüfen will, sucht den Eintrag in der Liste und liest die dort genannte Domain ab. Stimmt die Domain mit der überein, die der Anbieter im Browser oder in der App zeigt, ist die Wette erlaubt. Eine Casino- oder Poker-Erlaubnis deckt keine Sportwette, eine Pferdewetten-Erlaubnis ebenso wenig.
Findet 2026 eine EM statt, und wann sind die letzte und die nächste Endrunde?
Eine EM 2026 gibt es nicht. Die letzte Endrunde war die EURO 2024 in Deutschland (14. Juni bis 14. Juli 2024, Spanien besiegte England im Finale mit 2:1). Die nächste Endrunde ist die EURO 2028 in England, Schottland, Wales und Irland (9. Juni bis 9. Juli 2028, Eröffnung in Cardiff, Finale in Wembley). Die Qualifikation wird in zwölf Gruppen ausgetragen, die Auslosung ist am 6. Dezember 2026 in Belfast.
Wie hoch ist das monatliche Einzahlungslimit, und gilt es für alle Anbieter?
Das Limit ist 1.000 € pro Kalendermonat, Anbieter übergreifend, technisch durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Wer im Monat 600 € bei Anbieter A eingezahlt hat, kann bei Anbieter B nur noch 400 € einzahlen. Eine Erhöhung ist nur mit nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit möglich und greift fr Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Offshore-Anbieter sind an LUGAS nicht angeschlossen und kennen das Limit nicht.
Wie berechnet sich die Auszahlung einer EM-Wette, und wie wirkt die Wettsteuer?
Eine Wette zu Quote 2,10 mit 50 € Einsatz zahlt bei einem Sieg 105 € zurück, der Reingewinn ist 55 €. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten; drei Begegnungen mit 1,80, 2,20 und 1,95 ergeben eine Gesamtquote von 7,72. Die Sportwettensteuer von 5,3 % auf den um die Steuer selbst verminderten Einsatz (rund 5,03 % des Einsatzes) wird vom Anbieter getragen oder an den Spieler weitergegeben, je nach Geschäftsmodell. Ob und wie der Anbieter die Steuer weitergibt, steht in dessen AGB.
Warum kann keine Quote den Turniersieger sicher vorhersagen?
Eine Quote ist die aggregierte Erwartung vieler Marktteilnehmer, kein einzelnes Wissen. Die Quote 6,0 auf Spanien sagt: Wer sechs Euro setzt, gewinnt fünfzig, wenn Spanien tatsächlich den Titel holt – und das ist alles. Die Wahrscheinlichkeit von einem Sechstel, die die Quote nahelegt, ist eine Marktmeinung, keine Tatsache. Verletzungen, Sperren, Lospech und Tagesform entscheiden das Turnier; keine Quote sieht diese Faktoren voraus. Wer auf den Sieger wettet, wettet auf eine Marktmeinung, nicht auf eine Vorhersage.
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